Connect with us

Bahn & ÖPNV

Alkoholverbot an Bahnhöfen: Ab diesem Tag ist bundesweit Schluss

Die Deutsche Bahn verbannt Alkohol von ihren Bahnsteigen. Bis wann die Regel an allen Stationen gilt und was Reisenden bei einem Verstoß droht.

Symbolbild: Leerer Bahnsteig mit Anzeigetafel
Symbolbild (KI-generiert)

Von ·

Wer am Bahnsteig noch schnell ein Bier trinken will, sollte sich beeilen. Die Deutsche Bahn verbannt den Alkoholkonsum aus ihren Bahnhöfen – und zwar bundesweit, an rund 5.400 Stationen. Wie schnell die neue Regel greift und was bei einem Verstoß droht, zeigt der Blick auf den Zeitplan.

Was hat die Deutsche Bahn beschlossen?

DB-Chefin Evelyn Palla kündigte an, den Alkoholkonsum an sämtlichen Bahnhöfen im Land zu untersagen. Betroffen sind alle rund 5.400 Stationen der Deutschen Bahn. Ausgenommen bleiben Gaststätten und gastronomische Einrichtungen innerhalb der Bahnhofsgebäude – dort dürfen Reisende weiterhin Bier oder Wein bestellen und vor Ort trinken. Verschlossene Flaschen im Gepäck oder aus dem Einkauf dürfen ebenfalls mitgeführt werden. Verboten ist ausschließlich der Konsum auf dem offenen Bahnhofsgelände und auf den Bahnsteigen selbst.

Warum reagiert die Bahn jetzt so konsequent?

Der Konzern begründet die Maßnahme mit dem Zusammenhang zwischen Alkoholkonsum und Gewalt an Bahnhöfen. Als Hintergrund verweisen Berichte unter anderem auf einen Angriff im Februar 2026, bei dem ein Zugbegleiter während einer Ticketkontrolle attackiert wurde und später seinen Verletzungen erlag. Zudem wird ein Anstieg von Gewaltvorfällen in einzelnen Bundesländern von rund 40 Prozent genannt. Palla erklärte, alkoholfreie Bahnhöfe bedeuteten weniger Gewalt und weniger Müll. Für das Bahnpersonal gehören Übergriffe im Arbeitsalltag längst zu einem ernsten Problem: Mitarbeitende berichten immer wieder von Beleidigungen und Attacken, häufig im Zusammenhang mit alkoholisierten Reisenden bei Kontrollen oder auf überfüllten Bahnsteigen.

Wie ist der Zeitplan der Einführung?

Die Regel gilt nicht von einem Tag auf den anderen überall gleich, sondern wird schrittweise eingeführt. Bereits jetzt sind mehr als 30 Bahnhöfe alkoholfrei, darunter die Hauptbahnhöfe von Köln, München, Hamburg, Bonn, Bremen, Dortmund, Düsseldorf und Frankfurt am Main. Seit dem 1. September 2026 gilt das Verbot zusätzlich am Berliner Hauptbahnhof, am Bahnhof Berlin Gesundbrunnen sowie in Kiel und Braunschweig.

Bis spätestens zum 15. Oktober 2026 sollen dann alle übrigen der rund 5.400 Bahnhöfe folgen. Bei einem ersten Verstoß gegen die neue Regel drohen Reisenden zunächst ein Platzverweis, bei wiederholtem Fehlverhalten ein Hausverbot für den jeweiligen Bahnhof. Damit haben Bundespolizei und Sicherheitspersonal der Bahn erstmals eine klare, bundesweit einheitliche Handhabe, um bereits beim Trinken auf dem Bahnsteig einzuschreiten – und müssen nicht erst auf eine handfeste Auseinandersetzung warten.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • Spätestens ab dem 15. Oktober 2026 gilt das Alkoholverbot an allen rund 5.400 Bahnhöfen bundesweit.
  • Erlaubt bleibt der Konsum nur innerhalb von Gastronomiebetrieben in den Bahnhöfen.
  • Verschlossene Getränke dürfen weiterhin transportiert werden, nur das Trinken vor Ort ist untersagt.
  • Beim ersten Verstoß droht ein Platzverweis, bei Wiederholung ein Hausverbot.
  • Berlin Hauptbahnhof, Köln, München und Hamburg gehören zu den Bahnhöfen, die bereits alkoholfrei sind.

In den kommenden Wochen dürfte die Zahl der alkoholfreien Bahnhöfe schrittweise weiter wachsen, bis die Regel zum Stichtag Mitte Oktober flächendeckend greift.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.