Bahn & ÖPNV
Bahn-Pünktlichkeit: Nur 52,4 Prozent im September, Bilger verspricht Besserung
Bahn-Pünktlichkeit September 2026: Nur 52,4 Prozent der Fernzüge pünktlich, schlechter als im Vorjahr. Minister Bilger verspricht Besserung bis 2029.

Von D247 Redaktion · · aktualisiert
Update 10:40 Uhr: Die tatsächlichen Zahlen für September 2026 zeigen, wie weit Bilgers Ziel noch entfernt ist: Nach Konzernangaben erreichten nur 52,4 Prozent der Fernverkehrshalte eine Verspätung von weniger als sechs Minuten – im September 2025 waren es noch 55,3 Prozent. Bahnchefin Evelyn Palla hatte für 2026 mindestens 60 Prozent Pünktlichkeit im Fernverkehr angekündigt; rechnerisch müsste der Fernverkehr von Oktober bis Dezember im Schnitt knapp 70 Prozent erreichen, um das Jahresziel noch zu schaffen. Als Ursachen nennt die Bahn weiterhin eine hohe Zahl an Anlagenstörungen sowie das umfangreiche Baupensum auf Hauptstrecken und an Knotenpunkten.
Bundesverkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat im ARD-Interview der Woche eine „spürbare Verbesserung“ bei der Deutschen Bahn bis 2029 versprochen. Dazu gehöre auch ein konkretes Pünktlichkeitsziel von 70 Prozent im Fernverkehr.
Was der Minister ankündigt
Zuletzt lag die Pünktlichkeit im Fernverkehr nach Bilgers Angaben nur bei etwas mehr als 50 Prozent. Das Ziel von 70 Prozent bis 2029 sei deshalb „durchaus ambitioniert“, räumte der Minister ein. Zu einem besseren Bahnerlebnis gehörten neben der Pünktlichkeit auch Sicherheit, Sauberkeit und eine bessere Kundenkommunikation – entsprechende Sofortprogramme hatten bereits Bilgers Vorgänger Patrick Schnieder und Bahnchefin Evelyn Palla angestoßen.
Bilger kündigte zudem ein neues Baustellenkonzept an. Mit dem bisherigen Ablauf der sogenannten Korridorsanierungen – also der Vollsperrung ganzer Strecken für die Generalsanierung – sei er nicht zufrieden: Nach den Bauarbeiten liefen die Strecken zu oft weiterhin nicht störungsfrei. Als Beispiel nannte er die kürzlich fertiggestellte Sanierung zwischen Hamburg und Berlin, die trotz mehr als zehn Monaten Vollsperrung bislang nur eine Pünktlichkeit von 25 Prozent erreicht.
Was bedeutet das für Bahnreisende?
- Am Freitag hat die nächste große Korridorsanierung begonnen: die Strecke zwischen Hannover und Berlin, die bis Dezember 2027 saniert wird.
- Nach Angaben der Deutschen Bahn sollen in den kommenden Jahren mehr als 40 Streckenabschnitte mit einer Gesamtlänge von über 4.000 Kilometern auf diese Weise generalsaniert werden.
- Bund und Bahn verhandeln derzeit über eine neue „Leistungsvereinbarung“: Es geht laut Bilger um mehr als 80 Milliarden Euro für die kommenden fünf Jahre – doppelt so viel wie im Zeitraum zuvor.
- Trotz der hohen Summen bleibt unklar, wie schnell Reisende im Alltag von weniger Verspätungen profitieren, solange laufende Baustellen die Strecken weiter belasten.
Was passiert als Nächstes?
Bilger kündigte an, bald einen konkreten Vorschlag für das neue Baustellenkonzept vorzulegen. Ziel sei, dass Strecken nach einer Generalsanierung tatsächlich störungsfrei laufen. Parallel laufen die Verhandlungen zwischen Bundesverkehrsministerium und Deutscher Bahn über die milliardenschwere Leistungsvereinbarung weiter.
Quellen
- tagesschau.de: Bilger verspricht Besserung bei der Bahn
- infranken.de (dpa): Pünktlichkeit der Fernzüge verharrt auf niedrigem Niveau
Lesen Sie auch: Bahnstrecke Berlin-Hannover: Vollsperrung hat begonnen und Fahrplanwechsel im Dezember: So viele neue Verbindungen kommen.
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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