Für die Nutzerinnen und Nutzer des Deutschlandtickets wird es bald ernst: Spätestens Ende September soll feststehen, was das Ticket ab Januar 2027 kostet. Derzeit zahlen Abonnenten 63 Euro im Monat. Erstmals wird der neue Preis nicht mehr politisch ausgehandelt, sondern über einen Kostenindex berechnet.
So entsteht der neue Preis
Die Verkehrsministerkonferenz hat im März 2026 beschlossen, den Preis künftig an die Kostenentwicklung zu koppeln. In den Index fließen Personalkosten, Energiekosten und allgemeine Kosten der Verkehrsunternehmen ein. Damit kann sich der Preis jedes Jahr zum Jahreswechsel verändern, ohne dass Bund und Länder erneut darüber verhandeln müssen.
Welche Schätzungen es gibt
Offiziell ist noch keine Zahl. Berechnungen gehen aber von einem moderaten Anstieg aus: Der WDR kam auf 66,80 Euro, was einem Plus von 6,1 Prozent entspräche. Die Deutsche Umwelthilfe rechnete Anfang August mit 66,40 Euro. Beide Werte liegen deutlich unter den bisherigen Preissprüngen.
Wie sich der Preis bisher entwickelt hat
- Mai 2023: Start mit 49 Euro
- 2025: 58 Euro
- 2026: 63 Euro
- 2027: Festlegung bis spätestens Ende September 2026
Was Abonnenten jetzt wissen sollten
Wer das Ticket wegen eines höheren Preises kündigen möchte, muss die Frist beachten: Eine Kündigung ist bis zum 10. eines Monats zum Ende des Monats möglich. Um noch vor einer Preiserhöhung im Januar auszusteigen, reicht also eine Kündigung bis zum 10. Dezember. Die Finanzierung des Tickets durch Bund und Länder ist nach Angaben des ADAC bis Ende 2029 gesichert.
Quellen