Bußgeld & StVO
Spritpreise auf Rekordkurs: So teuer ist Tanken vor dem Wochenende
Benzin und Diesel kosten so viel wie nie. Wie hoch die Preise jetzt liegen, was der ADAC kritisiert und wann Tanken günstiger ist.

Von D247 Redaktion ·
Wer in diesen Tagen an die Zapfsäule fährt, muss tief in die Tasche greifen. Benzin und Diesel sind in Deutschland so teuer wie noch nie. Millionen Pendler und Urlauber spüren das vor dem Wochenende direkt im Geldbeutel. Doch wie hoch liegen die Preise genau – und lässt sich beim Tanken noch etwas sparen?
Wie teuer ist der Liter gerade?
Der ADAC meldet für Donnerstag, den 17. September, neue Höchstwerte. Super E10 kostete im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,308 Euro pro Liter. Für Diesel zahlten Autofahrer im Schnitt 2,471 Euro. Beide Sorten erreichen damit laut Automobilclub ein Allzeithoch.
Bei Super E10 ist das keine Eintagsfliege. Die Sorte hatte schon an mehreren Tagen in Folge neue Rekorde aufgestellt. Diesel lag zuvor noch knapp unter seinem bisherigen Höchststand vom 7. April 2026. Nun ist auch diese Marke überschritten.
Was treibt die Preise nach oben?
Im Wochenvergleich legte Super E10 laut ADAC um 4,1 Cent zu. Diesel verteuerte sich sogar um gut 10 Cent pro Liter. Anfang September sah es noch anders aus: Am 9. September lag E10 bei 2,259 Euro und Diesel bei 2,321 Euro.
Ein Grund ist der teurere Rohstoff. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostet derzeit knapp 110 US-Dollar. Hinzu kommt der Staat: Energiesteuer, CO2-Preis und Mehrwertsteuer machen einen großen Teil des Literpreises aus. Was viele nicht wissen: Ölpreis und Wechselkurs erklären den aktuellen Stand nach Einschätzung des ADAC nur zum Teil.
Wo sieht der ADAC ein Problem?
Der Automobilclub verweist auf einen auffälligen Vergleich. Ende April kostete ein Barrel Brent etwa gleich viel wie heute. Super E10 lag damals aber nur bei rund 2,10 Euro pro Liter. Heute sind es rund 20 Cent mehr. Der ADAC fordert deshalb mehr Transparenz bei der Preisbildung, und zwar entlang der gesamten Kette – vor allem bei Raffinerien und im Großhandel.
Auch die Politik ist gefordert. Laut ADAC hat Bundeskanzler Friedrich Merz Entlastungen angekündigt, eine Übergewinnsteuer aber abgelehnt. Zur Erinnerung: Der Tankrabatt im Mai und Juni 2026 brachte Autofahrern nach ADAC-Angaben rund 17 Cent pro Liter.
Wann tanken Sie jetzt am günstigsten?
Die Antwort ist überraschend einfach: kurz vor 12 Uhr mittags. Seit dem 1. April gilt in Deutschland das sogenannte Österreich-Modell. Tankstellen dürfen ihre Preise nur noch einmal am Tag erhöhen, und zwar um 12 Uhr. Kurz davor liegen die Preise laut ADAC meist unter dem Tagesdurchschnitt. Wer am Wochenende ohnehin tanken muss, sollte den Vormittag nutzen.
Zusätzlich lohnt der Blick auf die Sorte und den Standort. Zwischen Tankstellen in derselben Gegend liegen oft mehrere Cent. Bei einer 50-Liter-Füllung macht das schnell ein paar Euro aus.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Uhrzeit: Tanken Sie möglichst kurz vor 12 Uhr, danach dürfen Preise steigen.
- Vergleichen: Zwischen Tankstellen liegen laut ADAC bis zu 7 Cent pro Liter.
- E10 statt E5: Verträgt Ihr Auto E10, sparen Sie laut ADAC etwa 5 bis 6 Cent pro Liter.
- Apps nutzen: Preis-Apps wie ADAC Drive zeigen die Preise von über 14.000 Tankstellen.
- Fahrweise: Weniger Tempo auf der Autobahn und korrekter Reifendruck senken den Verbrauch.
Wie es weitergeht, hängt stark vom Ölpreis und von möglichen Entlastungen aus Berlin ab. Der ADAC wertet die Preise laufend aus und meldet neue Rekorde tagesaktuell.
Quellen
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Steuervorauszahlung: Diese Frist gilt am 10. Dezember 2026
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