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Stau-Bilanz der Sommerferien: So oft standen Autofahrer still

Der ADAC hat die Staus der Sommerferien 2026 gezählt. Welcher Tag am schlimmsten war, was die Hauptursache ist – und was am Wochenende droht.

Stau auf einer mehrspurigen Autobahn neben einer Baustelle
Symbolbild (KI-generiert)

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Die Sommerferien sind vorbei, jetzt liegt die Rechnung auf dem Tisch. Der ADAC hat ausgewertet, wie oft Autofahrer auf den deutschen Autobahnen im Stau standen. Die Zahl der Staus ist gestiegen. Doch die Bilanz hält auch eine Überraschung bereit – und einen klaren Hauptschuldigen.

Wie schlimm war der Stau-Sommer 2026?

Allein an den Ferienwochenenden zählte der Automobilclub 45.663 Staus. Das sind rund sechs Prozent mehr als im Vorjahr mit 42.946 Staus. Zusammengerechnet waren die Staus an den Wochenenden 85.701 Kilometer lang. Autofahrer verbrachten darin 49.348 Stunden.

Rechnet man die Werktage hinzu, wird es noch deutlicher. Über die gesamte Ferienzeit meldete der ADAC 128.849 Staus, ein Plus von acht Prozent. Die Gesamtlänge wuchs um vier Prozent auf 217.727 Kilometer. Die Staustunden stiegen um ein Prozent auf 124.262.

Mehr Staus, aber nicht mehr Wartezeit

Was viele überraschen dürfte: An den Wochenenden blieb die Länge der Staus fast gleich. Im Vorjahr waren es 85.847 Kilometer. Die Staudauer sank sogar leicht, von 49.588 auf 49.348 Stunden. Der einzelne Stau fiel nach ADAC-Angaben im Schnitt also kürzer aus als 2025.

Der schlimmste Termin des Sommers war das Wochenende vom 17. bis 19. Juli. Damals begannen die Ferien in Nordrhein-Westfalen. Der ADAC registrierte an diesen drei Tagen 4.324 Staus, so viele wie an keinem anderen Ferienwochenende.

Der Freitag als Stau-Falle

Die eigentliche Lehre steckt aber im Wochentag. Freitage waren die klaren Spitzenreiter: Sie hatten die meisten, die längsten und die zeitraubendsten Staus. Samstage und Sonntage kamen jeweils nur auf etwa die Hälfte der Staus.

Als wichtigste Ursache nennt der ADAC die Baustellen. Im Ferienzeitraum gab es auf den Autobahnen im Schnitt rund 1.020 davon. Und die Lage entspannt sich nicht: Nach den Ferien wird erfahrungsgemäß noch mehr gebaut.

Das sollten Sie fürs Wochenende wissen

Auch für das Wochenende vom 18. bis 20. September rechnet der ADAC mit Staugefahr. Am Samstag beginnt in München das Oktoberfest. Rund um die bayerische Landeshauptstadt dürfte es daher voller werden, auch Busse und Bahnen werden stark belastet sein.

Auch im Ausland wird es voll. In Österreich nennt der ADAC unter anderem die A10, A12 und A13 als staugefährdet, an der Luegbrücke wird weiter gebaut. In der Schweiz gelten A1, A2, A3 und A13 als kritisch, in Italien die Brennerroute A22.

  • Freitage meiden: Wer flexibel ist, fährt längere Strecken besser am Samstag oder Sonntag.
  • Baustellen einplanen: Auf den Autobahnen gibt es derzeit rund 1.000 Baustellen, mehr Zeit einrechnen.
  • Stau-Strecken am Wochenende: Der ADAC nennt unter anderem A1, A3, A5, A7, A8, A9, A96 und den Münchner Ring A99.
  • Tirol am Montag: Für den 21. September ist eine Blockabfertigung in Tirol angekündigt, Rückstau bis auf die deutsche A8 ist möglich.
  • Grenzkontrollen: Bei der Einreise nach Deutschland kann es zu Wartezeiten kommen.

Nach dem Ende der Ferien rechnet der ADAC mit zusätzlichen Baustellen. Wer in den kommenden Wochen fährt, sollte die aktuellen Stauprognosen im Blick behalten.

Quellen