E-Auto
E-Autos so gefragt wie nie: Dieser Anteil an Neuwagen überrascht
Die August-Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts zeigen einen historischen Wert bei den Neuzulassungen. Was hinter dem Boom steckt und wer davon am meisten profitiert.

Von D247 Redaktion ·
Auf deutschen Straßen verändert sich die Zusammensetzung der Neuwagen gerade rasant. Die aktuellen Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts für August zeigen einen Wert, den es in dieser Form noch nie gab. Wie groß der Sprung wirklich ausfällt, überrascht selbst Branchenkenner.
Wie stark wächst der Absatz von E-Autos wirklich?
Im August wurden in Deutschland insgesamt 212.563 neue Personenwagen zugelassen. Ein auffallend großer Teil davon fuhr rein elektrisch: 68.930 Fahrzeuge und damit deutlich mehr als noch vor einem Jahr. Im August 2025 hatte das Kraftfahrt-Bundesamt lediglich 39.367 neue E-Autos gezählt – ein Plus von 75,1 Prozent binnen zwölf Monaten.
Gleichzeitig schrumpfen die klassischen Antriebe deutlich: Benziner kamen im August nur noch auf 35.536 Neuzulassungen, ein Minus von 37,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Bei Diesel-Fahrzeugen betrug der Rückgang 17,3 Prozent.
Wie kam es zu diesem Schub?
Der Trend zieht sich bereits seit dem Sommer nach oben: Im Juni lag der E-Auto-Anteil bei 28,4 Prozent, im Juli bei 29,3 Prozent. Als wesentlicher Treiber gilt die neue staatliche Förderung, die seit Mai 2026 gilt: Bis zu 6.000 Euro Zuschuss sind möglich, zusammengesetzt aus einer Grundprämie von 3.000 Euro für reine E-Autos sowie zusätzlich 500 Euro pro Kind bis maximal 1.000 Euro. Haushalte mit einem Jahreseinkommen über 90.000 Euro sind von der Förderung ausgeschlossen.
Zählt man reine E-Autos und Plug-in-Hybride zusammen, kamen im August bereits 44,4 Prozent aller neuen Pkw mit einem Stecker auf die Straße. Plug-in-Hybride allein erreichten 25.406 Zulassungen und einen Anteil von 12,0 Prozent.
Wer profitiert am stärksten vom Boom?
Beim Blick auf die Modelle zeigt sich, dass nicht nur etablierte deutsche Marken zulegen. Der Skoda Elroq führte im August mit 3.038 verkauften Einheiten die Zulassungsstatistik an, gefolgt vom BMW iX1 und dem VW ID.7. In der Gesamtbilanz der ersten acht Monate liegen ebenfalls Skoda Elroq, VW ID.3 und Skoda Enyaq vorn, dicht gefolgt vom Tesla Model Y.
Besonders stark wachsen jedoch ausländische Hersteller: Der chinesische Autobauer BYD steigerte seine Zulassungen um 371,8 Prozent, der Elektro-Spezialist Xpeng um 311 Prozent. Ausländische Marken kamen im August zusammen auf 35.080 neu zugelassene E-Autos und damit erstmals auf mehr als die Hälfte des gesamten E-Auto-Marktes in Deutschland – ein Umstand, der die Konkurrenzsituation für heimische Hersteller merklich verschärft.
Wie groß ist der Marktanteil am Ende wirklich?
Insgesamt kletterte der Anteil reiner E-Autos an allen Neuzulassungen im August auf 32,4 Prozent. Damit überschritt der Wert erstmals in der Geschichte der deutschen Zulassungsstatistik die Marke von 30 Prozent – nahezu jeder dritte neu zugelassene Pkw fuhr also rein batterieelektrisch.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Die E-Auto-Förderung mit bis zu 6.000 Euro gilt für Kauf und Leasing, aber nur bis zur festgelegten Einkommensgrenze von 90.000 Euro pro Jahr.
- Wer ein E-Auto kauft, profitiert aktuell von einem größeren Modellangebot als noch vor einem Jahr, auch durch neue Anbieter aus China.
- Die wachsende Konkurrenz kann sich mittelfristig auch auf Preise und Rabatte bei etablierten Marken auswirken.
- Für die kumulierte Jahresbilanz zählen die ersten acht Monate 2026 bislang 515.545 neu zugelassene reine E-Autos.
- Wer sich für einen Gebrauchten interessiert, sollte den Wertverlust bedenken: Modelle mit hohen Neuzulassungszahlen wie der Skoda Elroq kommen entsprechend häufiger auch gebraucht auf den Markt.
Ob sich der Rekordwert im September fortsetzt, zeigen die nächsten Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts, die üblicherweise zu Monatsbeginn veröffentlicht werden.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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