E-Auto
VW-Prototyp fährt Weltrekord: So wenig Strom verbrauchte das E-Auto
Ein Elektroauto-Prototyp von Volkswagen hat einen neuen Verbrauchsrekord aufgestellt – auf der Strecke von Wolfsburg nach Wien ganz ohne Ladestopp.

Von D247 Redaktion ·
Volkswagen hat mit einem Elektroauto-Prototyp einen neuen Weltrekord aufgestellt. Der Wagen fuhr mit einer einzigen Akkuladung von Wolfsburg bis nach Wien. Wie wenig Strom das Fahrzeug auf dieser langen Strecke tatsächlich verbrauchte, verblüfft selbst erfahrene Ingenieure.
Wie schafft ein Elektroauto eine solche Distanz ohne Ladestopp?
Der Prototyp trägt den Namen „Mission Efficiency“ und basiert auf der neuen MEB+-Plattform von Volkswagen, die auch im Serienmodell ID.Polo zum Einsatz kommt. Von Ende August an fuhr das zweitürige Coupé mit 2+2-Sitzen von Volkswagens Entwicklungszentrum in Wolfsburg über Poznań in Polen und Olomouc in Tschechien bis nach Wien. Die Strecke war 1.278,36 Kilometer lang und wurde ohne einen einzigen Ladestopp bewältigt.
Am Ziel in Wien hatte der Wagen laut Bordcomputer noch eine Restreichweite von 164 Kilometern. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 67,72 km/h, die Spitzengeschwindigkeit erreichte 138 km/h.
Warum ist der Rekord für die gesamte Branche wichtig?
Reichweitenangst gilt weiterhin als einer der größten Kaufhemmnisse für Elektroautos in Deutschland. Viele Hersteller setzen deshalb auf immer größere Akkus, was Fahrzeuge schwerer und teurer macht. Volkswagen geht mit der „Mission Efficiency“ den umgekehrten Weg und zeigt, wie viel Reichweite sich allein durch Aerodynamik, Gewichtsersparnis und einen effizienten Antrieb herausholen lässt.
Der Konzern selbst kämpft aktuell mit wirtschaftlichen Problemen und Sparprogrammen. Der Erfolg der „Mission Efficiency“ soll auch intern ein Signal setzen, dass technisches Know-how trotz Krise vorhanden ist.
Kritiker wenden ein, dass ein Rekordfahrzeug unter Idealbedingungen wenig über den Alltag aussagt. Wind, Kälte, Autobahntempo und volle Beladung drücken den Verbrauch jedes Elektroautos im echten Betrieb deutlich nach oben. Dennoch gilt die Fahrt in der Branche als Beleg dafür, wie viel Potenzial in Aerodynamik und Leichtbau noch steckt.
Die entscheidende Zahl: So sparsam war der Prototyp wirklich
Über die gesamte Route hinweg verbrauchte das E-Auto im Schnitt nur 7,51 Kilowattstunden pro 100 Kilometer – Ladeverluste eingerechnet. Ohne diese Verluste, also rein für den Antrieb, lag der Verbrauch sogar bei nur 6,89 kWh/100 km. Zum Vergleich: Viele aktuelle Serien-Elektroautos verbrauchen auf vergleichbaren Strecken 16 bis 20 kWh/100 km, also mehr als doppelt so viel.
Möglich macht das ein besonders windschlüpfriger Karosserieentwurf, leichte Bauteile und ein auf Effizienz statt auf Höchstleistung ausgelegter Elektromotor. Volkswagen bestätigte den Rekord offiziell.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Der Prototyp „Mission Efficiency“ fuhr 1.278,36 Kilometer ohne Ladestopp.
- Der Realverbrauch lag bei 7,51 kWh/100 km inklusive Ladeverlusten.
- Das Fahrzeug basiert auf der MEB+-Plattform des Serienmodells ID.Polo.
- Am Ziel in Wien waren noch 164 Kilometer Restreichweite übrig.
- Die Rekordfahrt führte über Polen und Tschechien nach Österreich.
Ob und wann Technik aus der „Mission Efficiency“ in Serienfahrzeuge einfließt, hat Volkswagen bisher nicht bestätigt. Branchenbeobachter erwarten erste Hinweise dazu spätestens beim nächsten großen Modell-Update des ID.Polo.
Quellen
- Presseportal: Von Wolfsburg nach Wien mit nur einem Ladestopp
- BASIC thinking: VW knackt drei Weltrekorde
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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