Connect with us

Rückrufe & Warnungen

Käse-Rückruf wegen Listerien: So viele Sorten sind jetzt betroffen

Die Dorfkäserei Geifertshofen ruft mehrere Käsesorten zurück, nachdem Listerien nachgewiesen wurden. Welche Produkte betroffen sind und was Kunden jetzt tun sollten.

Käselaibe in einem rustikalen Käsekeller, Symbolbild zum Rückruf
Symbolbild (KI-generiert)

Von ·

Die Dorfkäserei Geifertshofen ruft mehrere Käsesorten zurück. Grund ist ein Fund des gefährlichen Bakteriums Listeria monocytogenes in einer Charge. Betroffen sind Kundinnen und Kunden in mehreren Bundesländern – wie viele Sorten am Ende auf der Liste stehen, hat sich erst nach und nach herausgestellt.

Was ist passiert?

Die Dorfkäserei Geifertshofen AG hat Listerien in einer Charge ihres Weinbauernkäses nachgewiesen. Weil weitere Produkte im selben Reifekeller lagerten, konnte das Unternehmen eine Kontamination auch bei diesen Sorten nicht ausschließen. Es entschied sich deshalb, vorsorglich alle betroffenen Chargen zurückzurufen.

Verkauft wurden die Käse über den Lebensmitteleinzelhandel, Naturkost- und Feinkostläden, Metzgereien, Hofläden, die Gastronomie sowie die eigene Verkaufsstelle der Käserei. Betroffen sind sowohl abgepackte Stücke in allen Grammaturen als auch lose Ware von der Käsetheke, erkennbar am Identitätskennzeichen DE BW 445 EG.

Wie gefährlich sind Listerien?

Eine Infektion mit Listerien kann laut Rückrufmeldung auch nach längerer Inkubationszeit von teils über drei Wochen Symptome auslösen, die einem grippalen Infekt ähneln. Bei gesunden Erwachsenen verläuft eine Infektion oft mild. Besonders gefährdet sind jedoch Schwangere, Kleinkinder, ältere Menschen und Personen mit geschwächtem Immunsystem. Bei ihnen kann die Erkrankung deutlich schwerer verlaufen.

Die Käserei reagierte deshalb in zwei Schritten: Auf eine erste Rückrufmeldung Anfang September folgte kurz darauf ein Update mit einer deutlich erweiterten Produktliste.

Wie groß ist die Liste inzwischen?

Zur ursprünglichen Meldung gehörten der Weinbauernkäse und der Weinbauernkäse mittelalt (beide Bioland), Wengert und Alter Wengert (beide Demeter), der Geifertshofener Classico sowie der Schwäbische Trollingerkäse. Im Update kamen neun weitere Sorten hinzu: Bühlertaler Dorfkäse, St. Barbara und St. Barbara mittelalt, Schwäbischer Rahmkäse, Geifertshofener Pfefferkäse, Geifertshofener Schabzigerkleekäse, Geifertshofener Blütenfee, geriebener Geifertshofener Classico sowie eine Bio-Reibekäsemischung. Insgesamt stehen damit 15 Sorten auf der Rückrufliste, alle mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis einschließlich 12. November 2026.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • Betroffen sind Käse mit dem Identitätskennzeichen DE BW 445 EG und einem Mindesthaltbarkeitsdatum bis zum 12. November 2026.
  • Vom Verzehr der genannten Sorten wird dringend abgeraten.
  • Käse kann auch ohne Kassenbon in den Verkaufsstellen zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet.
  • Wer Beschwerden wie Fieber oder grippeähnliche Symptome bemerkt, sollte ärztlichen Rat einholen.
  • Schwangere sollten sich nach dem Verzehr unabhängig von Symptomen vorsorglich beraten lassen.

Die Dorfkäserei bietet für Rückfragen eine Kundenservice-Hotline an. Ob die Liste noch weiter wächst, ist derzeit offen – Verbraucher sollten sich deshalb weiter über die Kanäle der Käserei und des Rückrufportals lebensmittelwarnung.de informieren.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.