Strom & Gas
Einspeisevergütung vor dem Aus: Diese Frist trifft Solarbesitzer jetzt
Die Bundesregierung will die garantierte Einspeisevergütung für private Solaranlagen abschaffen. Bis wann Hausbesitzer noch sichere Zahlungen bekommen, steht jetzt fest.

Von D247 Redaktion ·
Millionen Besitzer von Solaranlagen in Deutschland müssen sich auf ein neues System einstellen. Die Bundesregierung will die garantierte Einspeisevergütung für Photovoltaik-Strom abschaffen. Wie lange Hausbesitzer noch mit sicheren Zahlungen rechnen können, steht jetzt fest.
Was ändert sich für Solaranlagen-Besitzer?
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hat gemeinsam mit Umweltminister Carsten Schneider (SPD) eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ausgehandelt. Das Kabinett hat den Entwurf nach erster Lesung im Bundestag gebilligt.
Betroffen sind private Haushalte mit Solaranlage auf dem Dach. Bisher erhalten sie über Jahre eine feste, gesetzlich garantierte Vergütung für eingespeisten Strom. Genau dieses Prinzip steht nun zur Disposition.
Warum die Förderung überhaupt wegfallen soll
Das Erneuerbare-Energien-Gesetz regelt seit dem Jahr 2000 die Förderung von Solar- und Windstrom in Deutschland. Die garantierte Einspeisevergütung war dabei von Anfang an das zentrale Instrument: Sie gab Betreibern über Jahre feste Erträge und machte den Bau eigener Anlagen planbar.
Das aktuelle EEG läuft Ende 2026 aus. Die Bundesregierung sieht darin die Chance, das Fördersystem grundlegend umzubauen. Ziel ist es, Solar- und Windstrom stärker an den Markt heranzuführen, statt ihn dauerhaft staatlich zu bezuschussen.
SPD-Politikerin Nina Scheer kritisiert den Plan jedoch. Aus ihrer Sicht bieten Übergangszahlungen allein nicht genug Investitionssicherheit für Betreiber neuer Anlagen. Zusätzlich streiten CDU/CSU und SPD über sogenannte Redispatch-Regelungen, die in bestimmten Regionen den Bau neuer Solar- und Windanlagen einschränken könnten.
Der Streitpunkt: Zeitdruck aus Brüssel
Für die Einigung bleibt kaum Zeit. Der Bundestag muss bis Mitte Oktober 2026 entscheiden, damit Deutschland eine Genehmigungsfrist der EU einhält. Bis dahin müssen sich Union und SPD auf die genaue Ausgestaltung der Übergangsregeln einigen.
So sieht der Zeitplan konkret aus
Ab 2027 sollen Neuanlagen zunächst noch eine Übergangszahlung erhalten – befristet auf 36 Monate. Ab 2031 soll damit endgültig Schluss sein: Dann müssen Betreiber ihren Solarstrom eigenständig direkt vermarkten, etwa über Stromanbieter oder Aggregatoren. Ein zusätzlicher Bonus für Anlagen, die früh in die Direktvermarktung wechseln, soll laut CDU/CSU-Vorschlag ebenfalls gestrichen werden.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Die feste Einspeisevergütung soll ab 2027 durch eine befristete Übergangszahlung ersetzt werden.
- Diese Übergangsphase ist auf 36 Monate begrenzt.
- Ab 2031 müssen Solarstrom-Betreiber ihren Strom verpflichtend direkt vermarkten.
- Bereits bestehende Anlagen mit laufender Vergütung sind von der Reform unterschiedlich betroffen als Neuanlagen – Details regelt erst das endgültige Gesetz.
- Der Bundestag muss bis Mitte Oktober 2026 final entscheiden.
In den kommenden Wochen verhandeln Union und SPD die letzten strittigen Punkte, darunter die Redispatch-Regeln. Erst danach steht endgültig fest, wie stark neue und bestehende Solaranlagen von der Reform betroffen sind.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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