Heizölkunden zahlen im September deutlich mehr als im Vorjahr: Der Liter kostet teils bis zu 60 Prozent mehr. Während Autofahrer seit dem 1. Oktober vom staatlichen Tankrabatt profitieren, gibt es für Haushalte mit Öl- oder Gasheizung bislang keine vergleichbare Entlastung. Das sorgt bei Betroffenen für Unmut.
Was sich bei den Preisen tut
Rund drei Viertel der Haushalte in Deutschland heizen mit Öl oder Gas. Nach Angaben von Heizöllieferanten liegt der Literpreis inzwischen häufig über 1,70 Euro, vor einem Jahr waren es noch deutlich niedrigere Preise. Viele Kunden warten deshalb möglichst lange mit der Bestellung und kaufen kleinere Mengen als sonst, aus Angst, dass der Preis weiter steigt.
Gleichzeitig profitieren Autofahrer bereits von einer staatlichen Entlastung an der Tankstelle. Energieökonomen und Verbraucherschützer sehen darin ein Gerechtigkeitsproblem, warnen aber zugleich vor einem teuren neuen Rabatt auf Heizöl und Gas.
Was bedeutet das für Betroffene?
- Eine Neuauflage der Härtefallhilfe von 2022, bei der der Staat 80 Prozent der Mehrkosten ab einem Literpreis über 1,42 Euro erstattete, gilt unter Ökonomen derzeit als unwahrscheinlich und wird kritisch gesehen.
- Verbraucherschützer raten, sich bei besonders hoher finanzieller Belastung über bestehende staatliche Hilfen zu informieren – das gilt auch für Menschen, die bislang keine Sozialleistungen beziehen, sowie für Rentnerinnen und Rentner. Zuständig sind Jobcenter oder Sozialamt.
- Bei Sammelbestellungen mit Nachbarn sollten Haushalte vorher klären, wer im Streitfall für die Rechnung haftet, da Preisnachlässe oft geringer ausfallen als erhofft.
- Vorsicht vor vermeintlich günstigen Heizölangeboten im Internet: Dahinter stecken teils seriös wirkende Fake-Shops, die nur gegen Vorkasse liefern und das Geld dann einbehalten.
Was passiert als Nächstes?
Energieexperten empfehlen Betroffenen, den Verbrauch zu senken und wo möglich auf effizientere Heizsysteme umzusteigen, statt auf einen staatlichen Rabatt zu warten. Ob die Politik angesichts der wachsenden Kritik an der Ungleichbehandlung von Auto- und Heizölkunden doch noch nachsteuert, ist derzeit offen.
Quellen
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Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.