Strom & Gas
Strom und Gas billiger: So viel spart ein Haushalt jetzt wirklich
Destatis hat die offiziellen Preise für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht: Strom und Gas werden günstiger – doch nicht jeder Haushalt profitiert gleich stark.

Von D247 Redaktion ·
Millionen Haushalte in Deutschland zahlen weniger für Strom und Gas. Das Statistische Bundesamt hat am Dienstag die offiziellen Preise für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Wie stark die Entlastung wirklich ausfällt, zeigt ein Blick auf die konkreten Zahlen.
Warum werden Strom und Gas plötzlich günstiger?
Nach Angaben von Destatis zahlten private Haushalte im ersten Halbjahr 2026 im Schnitt 37,97 Cent je Kilowattstunde Strom. Das sind 6,4 Prozent weniger als im zweiten Halbjahr 2025. Beim Gas sank der Durchschnittspreis auf 11,58 Cent je Kilowattstunde, ein Minus von 5,3 Prozent im gleichen Vergleich.
Auch im Jahresvergleich zeigt sich die Entlastung: Gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 kostete Strom 4,9 Prozent weniger, Gas 4,5 Prozent weniger.
Wie kam es zu dem Rückgang?
Beim Gas nennt Destatis vor allem den Wegfall der Gasspeicherumlage als Grund für die Entlastung. Diese Umlage hatte Haushalte zuvor zusätzlich belastet und fällt nun weg.
Beim Strom wirkten sich niedrigere Netzentgelte aus. Der Bund unterstützt die Netzbetreiber mit Zuschüssen, wodurch die Kosten für den Ausbau der Stromnetze nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden.
Trotz der aktuellen Entlastung bleibt Energie im langfristigen Vergleich teuer: Gegenüber dem ersten Halbjahr 2021 kostet Gas immer noch 80,7 Prozent mehr, Strom 16,4 Prozent mehr.
Für einen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden Strom bedeutet der Rückgang beim aktuellen Durchschnittspreis eine Ersparnis von mehreren Dutzend Euro im Jahr gegenüber dem zweiten Halbjahr 2025 – vorausgesetzt, der eigene Anbieter gibt den Rückgang tatsächlich weiter. Das ist nicht bei jedem Vertrag automatisch der Fall, besonders nicht bei Verträgen mit fest vereinbarten Preisen.
Wer profitiert am meisten?
Hier zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen kleinen und großen Verbrauchern. Haushalte mit einem Stromverbrauch unter 1.000 Kilowattstunden im Jahr zahlten im ersten Halbjahr 2026 durchschnittlich 57,99 Cent je Kilowattstunde, nur 2,5 Prozent weniger als im Halbjahr zuvor. Großverbraucher mit mehr als 15.000 Kilowattstunden kamen dagegen auf 30,55 Cent und sparten 6,9 Prozent.
Beim Gas ist das Bild ähnlich: Kleine Haushalte mit einem Jahresverbrauch unter 20 Gigajoule zahlten 15,17 Cent je Kilowattstunde und damit 6,1 Prozent weniger. Große Abnehmer über 200 Gigajoule kamen auf 10,92 Cent, ein Rückgang von 3,5 Prozent.
Unterm Strich bedeutet das: Wer wenig verbraucht, zahlt zwar in absoluten Zahlen weniger, spart aber prozentual seltener genauso viel wie Haushalte mit hohem Verbrauch.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Vergleichen Sie Ihren aktuellen Tarif mit den Destatis-Durchschnittswerten für Ihre Verbrauchsklasse.
- Kunden in der Grundversorgung zahlen häufig mehr als Sonderverträge – ein Wechsel kann sich lohnen.
- Die Ersparnis fällt bei kleinen Haushalten spürbar geringer aus als bei Haushalten mit hohem Verbrauch.
- Der Wegfall der Gasspeicherumlage wirkt sich direkt auf die nächste Abrechnung aus.
- Ab 2027 sollen die Netzentgelte laut angekündigten Plänen wieder steigen – die aktuelle Entlastung ist nicht dauerhaft garantiert.
Für das zweite Halbjahr 2026 wird sich zeigen, ob sich der Trend fortsetzt oder ob steigende Netzkosten die Entlastung wieder aufzehren. Die nächsten Zahlen veröffentlicht Destatis voraussichtlich im März 2027.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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