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Digital & Technik

BND-Vizepräsident: Private Handynummer jahrelang im Netz einsehbar

Die private Handynummer, E-Mail-Adressen und Wohnanschrift des BND-Vizepräsidenten Dag Baehr waren laut einer Recherche von WDR und Süddeutscher Zeitung jahrelang öffentlich im Internet einsehbar.

Smartphone-Display mit Kontaktliste und Warnsymbol für ein Datenleck, im Hintergrund ein Laptop (Symbolbild)
Symbolbild (KI-generiert)

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Die private Handynummer, private E-Mail-Adressen und die Wohnanschrift von BND-Vizepräsident Dag Baehr waren jahrelang im Internet frei einsehbar. Das geht aus einer gemeinsamen Recherche von WDR und Süddeutscher Zeitung hervor. Baehr ist seit 2023 Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes und zugleich Generalmajor der Bundeswehr.

Ursprung: Hackerangriff auf US-Marktplatz 2020

Die Daten stammen den Recherchen zufolge aus einem Hackerangriff auf einen US-amerikanischen Online-Marktplatz im Jahr 2020, bei dem rund 3,4 Millionen Kundendatensätze ins Netz gelangten. Darunter befanden sich auch die Angaben zu Baehr. WDR und Süddeutsche Zeitung kontaktierten ihn am 9. September mit den Rechercheergebnissen.

Baehr räumte demnach ein, dass ihm das Datenleck schon länger bekannt gewesen sei – er habe die betroffene Handynummer dennoch weiter genutzt. Erst nach der Medienanfrage habe er dies als Fehler bezeichnet und die Nummer inzwischen gewechselt. Der BND selbst äußerte sich nicht zu dem Fall.

Was bedeutet das für Betroffene?

  • Wer online Konten bei Marktplätzen oder Diensten anlegt, sollte regelmäßig prüfen, ob die eigenen Daten in bekannten Lecks auftauchen.
  • Bekannte Handynummern und E-Mail-Adressen erleichtern Kriminellen laut Sicherheitsexperten Phishing-Angriffe und Identitätsdiebstahl.
  • Gerade bei Sicherheitsbehörden steigt das Risiko, wenn private Kontaktdaten von Mitarbeitern öffentlich zugänglich sind, da sie gezielt für Social-Engineering-Angriffe genutzt werden können.
  • Betroffene sollten geleakte Zugangsdaten zeitnah ändern, auch wenn der ursprüngliche Vorfall schon Jahre zurückliegt.

Wie solche Betrugsmaschen in der Praxis aussehen können, zeigen auch andere Fälle: Kriminelle nutzen etwa gekaperte WhatsApp-Konten per Ghost Pairing oder versenden gefälschte Mails im Namen von Rentenkasse oder Streaming-Diensten, um an persönliche Daten zu gelangen.

Was passiert als Nächstes?

Offen bleibt, ob und in welchem Umfang die Nummer tatsächlich dienstlich genutzt wurde, da laut Recherche auch mehrere Mitarbeiter von Sicherheitsbehörden diese Nummer gespeichert hatten. Der BND hat sich bislang nicht öffentlich zu möglichen Konsequenzen geäußert.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.