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Digital & Technik

Software-Updates ab 27. September: Was Hersteller jetzt offenlegen müssen

Neue EU-Regeln verpflichten Hersteller, negative Folgen von Updates offenzulegen und Funktionsupdates nicht mehr als notwendig zu verkaufen.

Person hält ein Smartphone mit dunklem Bildschirm vor einem Laptop als Symbolbild für neue Software-Update-Regeln
Symbolbild (KI-generiert)

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Ab dem 27. September 2026 gelten in Deutschland neue Regeln für Software-Updates auf Smartphones, Laptops und anderen vernetzten Geräten. Millionen Käufer bekommen dadurch mehr Klarheit darüber, was ein Update wirklich bringt – und was Hersteller künftig nicht mehr verschweigen dürfen.

Was ändert sich für Käufer von Elektronik?

Grundlage der Neuerung ist die EU-Richtlinie 2024/825, die in Deutschland über das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb umgesetzt wird. Sie richtet sich an Hersteller und Händler von Smartphones, Tablets, Laptops und anderer vernetzter Technik.

Zwei Dinge sind ab dem Stichtag ausdrücklich untersagt: Anbieter dürfen Informationen über negative Folgen eines Updates nicht mehr zurückhalten. Und sie dürfen reine Funktionserweiterungen nicht länger als notwendig darstellen, wenn es sich tatsächlich nur um optionale Zusatzfunktionen handelt.

Wie kam es zu der neuen Regel?

Verbraucherschützer kritisieren seit Jahren, dass Updates Geräte spürbar langsamer machen oder den Akku stärker belasten können, ohne dass Nutzer vorab darüber informiert werden. Gleichzeitig würden viele Updates als angeblich notwendige Sicherheitsverbesserung verkauft, obwohl sie in Wahrheit nur neue Funktionen bringen. Genau diese Praxis soll die neue Regelung eindämmen.

Die EU verfolgt mit der Richtlinie 2024/825 ein größeres Ziel: Geräte sollen länger nutzbar bleiben, statt durch versteckte Nachteile vorzeitig unattraktiv zu werden. Verbraucher sollen auf Basis ehrlicher Informationen entscheiden können, ob sie ein Update installieren.

Wo liegt der Streitpunkt?

Kombipakete aus Sicherheits- und Funktionsupdates bleiben weiterhin erlaubt. Genau hier setzt die Kritik von Verbraucherschützern an: Solange Hersteller Sicherheitsaspekte klar kommunizieren, dürfen sie Funktionsänderungen weiterhin mit einspielen. Die Trennlinie zwischen echtem Sicherheitsupdate und bloßer Funktionserweiterung bleibt damit auch nach dem Stichtag auslegungsbedürftig.

Konkret bedeutet das für den Kauf und die Nutzung von Geräten: Hersteller müssen künftig klar benennen, ob ein Update aus Sicherheitsgründen zwingend ist oder ob es sich um eine optionale Funktionsänderung handelt. Auch mögliche Nachteile wie eine kürzere Akkulaufzeit oder eine langsamere Reaktionszeit des Geräts müssen offengelegt werden, bevor Nutzer ein Update installieren.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • Hersteller müssen ab dem 27. September 2026 negative Update-Folgen offenlegen.
  • Reine Funktionsupdates dürfen nicht mehr als notwendig dargestellt werden.
  • Kombinierte Sicherheits- und Funktionsupdates bleiben weiterhin zulässig.
  • Prüfen Sie vor jedem Update, ob es als sicherheitsrelevant oder optional gekennzeichnet ist.
  • Bei Unklarheiten lohnt ein Blick in die Update-Beschreibung des Herstellers.

Ob sich Hersteller in der Praxis konsequent an die neuen Vorgaben halten, dürften Verbraucherzentralen in den kommenden Monaten genau beobachten.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.