Digital & Technik
USB-C-Pflicht für Laptops: Diese Änderung betrifft jetzt jeden Kauf
Seit April gilt in der EU eine neue Ladepflicht für Laptops – und eine Kennzeichnungspflicht, die beim Kauf bares Geld sparen kann.

Von D247 Redaktion ·
Wer sich jetzt einen neuen Laptop kauft, findet im Regal ein verändertes Angebot vor. Seit dem 28. April gilt in der gesamten EU eine neue Pflicht für den Ladeanschluss – nach Smartphones und Kopfhörern trifft die Vorgabe nun auch mobile Computer. Millionen Käuferinnen und Käufer merken das vor allem an einer Stelle im Karton.
Was ändert sich bei Laptops konkret?
Alle neuen Laptops mit kabelgebundener Ladefunktion, die in der EU verkauft werden, müssen sich jetzt über USB-C aufladen lassen. Die Regelung gilt für Geräte mit einer Leistungsaufnahme von bis zu 240 Watt und betrifft damit praktisch das gesamte gängige Notebook-Angebot vom Einsteigergerät bis zur leistungsstarken Workstation.
Hintergrund: Ein langer Weg zum einheitlichen Stecker
Die Grundlage legte das EU-Parlament bereits im Oktober 2022 mit der Richtlinie für ein einheitliches Ladegerät. In einem ersten Schritt mussten Smartphones, Tablets, Kopfhörer, Tastaturen, Mäuse, Digitalkameras, tragbare Lautsprecher, Spielekonsolen, E-Reader und Navigationsgeräte bereits ab Dezember 2024 auf USB-C umgestellt sein. Ziel der Brüsseler Vorgabe ist es, die Zahl unterschiedlicher Ladegeräte in Haushalten zu verringern und dadurch Elektroschrott einzusparen. Laptops erhielten wegen ihrer höheren Ladeleistung eine längere Übergangsfrist bis zum Frühjahr 2026.
Der Streitpunkt: Netzteil ja oder nein?
Neben dem einheitlichen Stecker bringt die Regelung eine zweite, für viele Kunden überraschende Neuerung mit sich. Hersteller müssen ihre Laptops künftig auch ohne beiliegendes Netzteil anbieten – auf der Verpackung muss klar stehen, ob ein Ladegerät enthalten ist und welche Ladeleistung es liefert. Diese sogenannte Entbündelung soll verhindern, dass Käuferinnen und Käufer, die bereits ein passendes USB-C-Netzteil besitzen, ein weiteres überflüssiges Gerät mitkaufen müssen.
Genau hier liegt allerdings eine Tücke für Verbraucher: Der Stecker passt zwar inzwischen immer, die übertragene Ladeleistung unterscheidet sich aber weiterhin stark. Ein einfaches USB-C-Kabel vom Smartphone ist oft nur für 15 bis 27 Watt ausgelegt, ein moderner Laptop benötigt dagegen häufig 65 bis 100 Watt oder mehr. Wer das alte Handy-Netzteil einfach weiterverwendet, riskiert damit ein deutlich langsameres Laden.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Seit 28. April 2026 müssen neue Laptops in der EU über USB-C ladbar sein
- Die Pflicht gilt für Geräte bis 240 Watt Leistungsaufnahme
- Laptops müssen jetzt auch ohne Netzteil im Angebot sein, die Verpackung muss das kennzeichnen
- Ein Smartphone-Ladekabel reicht für einen Laptop meist nicht aus – auf die Wattzahl achten
- Kleingeräte wie Smartphones und Tablets mussten bereits seit Dezember 2024 umgestellt werden
Wer beim nächsten Laptop-Kauf ein bereits vorhandenes Netzteil weiterverwenden will, kann durch die neue Kennzeichnungspflicht künftig leichter erkennen, ob sich das lohnt – und bares Geld sparen.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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