Ernährung
Biologisches Altern: Diese Diäten bremsen es laut neuer Studie
Eine DZNE-Studie mit 7.500 Teilnehmenden zeigt: Zehn gesunde Diäten bremsen das biologische Altern – doch keine sticht klar heraus.

Von D247 Redaktion ·
Welche Ernährungsweise hält den Körper am längsten jung? Eine neue Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen liefert dazu handfeste Daten aus rund 7.500 Datensätzen. Zehn verschiedene, als gesund geltende Diäten wurden verglichen – mit einem Ergebnis, das keine einzelne Ernährungsform zur klaren Siegerin macht.
Was genau haben die Forschenden untersucht?
Das DZNE wertete gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung Daten von etwa 7.500 Erwachsenen aus. Rund 6.470 Teilnehmende stammten aus der Bonner Rheinland-Studie des DZNE, weitere rund 1.000 aus der EPIC-Potsdam-Studie. Die Forschenden prüften, wie stark sich zehn verschiedene, in der Wissenschaft als gesund eingestufte Ernährungsstile auf das biologische Alter der Teilnehmenden auswirken. Dazu zählten unter anderem die pflanzliche Ernährung, die DASH-Diät, die mediterrane und die nordische Ernährungsweise sowie die MIND-Diät.
Wie wurde das biologische Alter gemessen?
Als Maßstab diente den Forschenden die DNA-Methylierung – ein biochemisches Muster an der Erbsubstanz, das sich im Lauf des Lebens verändert und häufig als Marker für biologisches Altern herangezogen wird. Veröffentlicht wurden die Ergebnisse im Fachjournal „Nature Communications“. Die Studie zählt damit zu den bislang umfangreichsten, die verschiedene Diätformen direkt anhand dieses Markers vergleichen.
Gibt es eine eindeutig beste Diät?
Das überraschende Ergebnis: Alle zehn untersuchten Ernährungsstile gingen mit einem verlangsamten biologischen Altern einher. Über 70 Prozent der dabei beeinflussten biologischen Signalwege waren bei den verschiedenen Diäten identisch. Die Forschenden bezeichnen die gemessenen Effekte als „nicht riesig, aber messbar und bedeutsam“. Eine einzelne Diät stach dabei nicht als überlegen hervor – und kaum jemand aus den ausgewerteten Datensätzen erfüllte ohnehin gleichzeitig alle Kriterien mehrerer der untersuchten Ernährungsweisen.
Für die praktische Ernährungsberatung bedeutet das: Es kommt offenbar weniger auf die exakte Diätform an als auf grundlegende Prinzipien, die viele der gesunden Ernährungsstile teilen, etwa viel Gemüse, wenig verarbeitete Lebensmittel und gesunde Fette.
Warum ist biologisches Alter überhaupt relevant?
Das chronologische Alter – also die Zahl der Lebensjahre – sagt wenig darüber aus, wie fit der Körper tatsächlich ist. Das biologische Alter, gemessen etwa über DNA-Methylierungsmuster, gilt in der Forschung als aussagekräftigerer Indikator für das Risiko altersbedingter Erkrankungen. Zwei Menschen mit demselben Geburtsjahr können demnach ein sehr unterschiedliches biologisches Alter haben, je nachdem wie sie leben und sich ernähren. Genau an diesem Punkt setzt die neue Studie an, indem sie den Einfluss der Ernährung auf diesen Marker misst statt nur auf Gewicht oder Blutwerte zu schauen.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Datengrundlage: rund 7.500 Erwachsene aus zwei großen deutschen Kohortenstudien.
- Alle zehn untersuchten Diäten bremsten das biologische Altern messbar.
- Über 70 Prozent der beeinflussten Signalwege waren diätübergreifend gleich.
- Keine Diät erwies sich als eindeutig überlegen.
- Gemessen wurde über DNA-Methylierungsmuster, veröffentlicht in „Nature Communications“.
Die Forschenden wollen die Daten künftig nutzen, um herauszufinden, welche gemeinsamen Ernährungsprinzipien für den Effekt tatsächlich verantwortlich sind.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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