Ernährung
Fleischkonsum: So viele Deutsche wollen jetzt wirklich weniger essen
Eine neue Studie zeigt, wie viele Deutsche ihren Fleischkonsum senken wollen – und woran der Umstieg auf Alternativen oft noch scheitert.

Von D247 Redaktion ·
Rund 93 Prozent der deutschen Haushalte kauften zwischen Januar und Juli 2026 Fleisch oder Geflügel. Trotzdem wächst der Anteil derer, die bewusst weniger davon essen wollen. Eine neue Studie zeigt, wie tief dieser Wandel inzwischen reicht – und wie viele wirklich auf Fleisch verzichten wollen.
Was steckt hinter dem Wandel beim Fleischkonsum?
Für die Studie „Nutrition 2026“ haben YouGov und das SINUS-Institut das Ernährungsverhalten in Deutschland untersucht. Ein zentrales Ergebnis: Mehr als jeder vierte Fleischesser plant, seinen Konsum von Fleisch und Wurst in nächster Zeit zu reduzieren. Zugleich stimmen 43 Prozent der Befragten der Aussage zu, weniger Fleisch würde ihnen persönlich guttun.
Trotz dieser Einstellung ist der komplette Verzicht die Ausnahme. Nur 22 Prozent der Befragten erwägen, sich vegetarisch zu ernähren, gerade einmal 14 Prozent ziehen eine vegane Ernährung in Betracht.
Wie stark hat sich der tatsächliche Einkauf schon verändert?
Die Kaufzahlen zeigen bislang nur eine leichte Bewegung. 93 Prozent der Haushalte griffen von Januar bis Juli 2026 zu Fleisch oder Geflügel – das sind zwei Prozentpunkte weniger als im Jahr 2022. Gleichzeitig stieg die insgesamt gekaufte Menge um drei Prozent. Geflügel macht mittlerweile 35 Prozent des Fleischabsatzes aus, Schweinefleisch kommt auf 32 Prozent.
Parallel dazu wächst der Markt für Fleischersatzprodukte: 35 Prozent der Haushalte kauften 2026 mindestens einmal ein solches Produkt, 58 Prozent haben Fleischersatz zumindest schon einmal probiert.
Woran scheitert der Umstieg auf Alternativen?
Wer Fleischersatz meidet, nennt vor allem zwei Gründe. 61 Prozent der Befragten finden die Produkte zu teuer, 64 Prozent kritisieren zu viele Zusatzstoffe in Ersatzprodukten. Die Studie ordnet das als Beleg dafür ein, dass es vielen Verbrauchern nicht um ein Verbot von Fleisch geht, sondern um bewussteren Konsum bei gleichzeitig hohem Anspruch an Qualität und Natürlichkeit auch bei den Alternativen.
Was bedeutet das für die Ernährung der Zukunft?
Die Autoren der Studie sprechen von einem klaren Trend zur „flexitarischen“ Ernährung: bewusst reduziertem Fleischkonsum ohne kompletten Verzicht. Statt einer Spaltung in strikte Fleischesser und Veganer zeichnet sich eine breite Mittelgruppe ab, die gelegentlich Fleisch isst, aber gezielt Alternativen einbaut. Veröffentlicht wurde die Untersuchung passend zum Weltvegetariertag am 1. Oktober, der jedes Jahr auf pflanzliche Ernährung aufmerksam macht.
Das sollten Sie jetzt wissen
- 93 Prozent der Haushalte kauften 2026 weiterhin Fleisch oder Geflügel, aber leicht weniger als 2022.
- 27 Prozent der Fleischesser planen eine Reduktion ihres Konsums.
- 58 Prozent haben Fleischersatzprodukte bereits ausprobiert, 35 Prozent kaufen sie regelmäßig.
- Hauptkritik an Ersatzprodukten: hoher Preis (61 Prozent) und zu viele Zusatzstoffe (64 Prozent).
- Nur eine Minderheit strebt kompletten Verzicht an: 22 Prozent vegetarisch, 14 Prozent vegan.
Zum Weltvegetariertag dürften weitere Kampagnen und Angebote rund um pflanzliche Ernährung folgen. Ob sich der Trend zu weniger, aber bewussterem Fleischkonsum 2027 in den Einkaufszahlen deutlicher zeigt, wird die nächste Erhebung zeigen.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
ADAC Finanzdienste startet Tagesgeldkonto: 3,5 Prozent für drei Monate
ADAC-Kindersitztest: Zwei Modelle fallen wegen Gurtschloss-Mangel durch
WhatsApp-Benutzername: Verbraucherzentrale warnt vor Betrugsrisiko
Bankgebühren zurückfordern: Diese Frist endet am 31. Dezember 2026
Heizkosten 2026: Heizöl wird 24 Prozent teurer, Gas sinkt
Steuervorauszahlung: Diese Frist gilt am 10. Dezember 2026
Fans in großer Sorge um Sarah Connor: „Brauchen dich lebend“
Polar-Kälte stürzt auf Deutschland: Wo Schnee fällt, wo es glatt wird – Jetzt kommt die Winterpeitsche!
EU-Gericht setzt klare Grenzen: Alkoholfreier „Gin“ darf nicht einfach „Gin“ heißen
Koalition am Scheideweg: Karin Prien fordert Verschiebung der Abstimmung im Rentenstreit
Europäische Staaten lehnen US-Friedensplan ab: Sorge vor politischen und wirtschaftlichen Folgen