Familie
Frühstartrente ab 2027: Diese Kinder bekommen zuerst Geld vom Staat
Die Bundesregierung startet die Frühstartrente für Kinder. Wer als Erstes Geld vom Staat aufs Vorsorgedepot bekommt und wann weitere Jahrgänge folgen.

Von D247 Redaktion ·
Der Staat will künftig schon für Kinder Geld in die Altersvorsorge einzahlen. Das Bundeskabinett hat dafür den Weg freigemacht. Doch nicht jedes Kind profitiert von Anfang an gleichermaßen.
Was hat die Bundesregierung beschlossen?
Das Bundeskabinett billigte am 12. August 2026 den Gesetzentwurf zur Einführung einer Frühstartrente. Federführend war das Bundesfinanzministerium. Vorgesehen ist, dass der Staat für Kinder vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr, die eine Bildungseinrichtung in Deutschland besuchen, monatlich zehn Euro in ein individuelles Altersvorsorgedepot einzahlt. Das Geld wird kapitalgedeckt und privatwirtschaftlich organisiert angelegt.
Ziel ist es laut Bundesregierung, allen Kindern unabhängig vom Einkommen oder der Finanzkompetenz ihrer Eltern einen Zugang zur kapitalgedeckten Altersvorsorge zu verschaffen.
Wie sieht der Zeitplan aus?
Der reguläre Start ist für den 1. Januar 2027 geplant. Für das erste Förderjahr 2026 gilt eine Sonderregel: Zunächst ist ausschließlich der Geburtsjahrgang 2020 vorgesehen. Ab dem 1. Januar 2027 kommt dann zusätzlich der Jahrgang 2021 hinzu. Die Ausweitung auf weitere Jahrgänge soll schrittweise erfolgen.
Das parlamentarische Verfahren ist noch nicht abgeschlossen. Bundestag und Bundesrat müssen dem Gesetzentwurf noch zustimmen, bevor er endgültig in Kraft treten kann.
Wo gibt es Kritik an dem Modell?
Die schrittweise Einführung sorgt für Diskussionen. Kritiker bemängeln, dass Kinder älterer Jahrgänge zunächst leer ausgehen, obwohl sie ebenfalls von einer frühen Kapitalanlage profitieren könnten. Zehn Euro im Monat gelten zudem manchen als zu gering, um über die gesamte Laufzeit eine spürbare Zusatzrente aufzubauen.
Befürworter halten dagegen, dass jeder frühe Einstieg in die kapitalgedeckte Vorsorge langfristig einen Unterschied macht, weil sich Erträge über viele Jahrzehnte hinweg addieren können.
Wer bekommt das Geld also zuerst?
Zuerst profitieren Kinder des Geburtsjahrgangs 2020, für die bereits im laufenden Förderjahr 2026 Beiträge vorgesehen sind. Mit dem Start zum 1. Januar 2027 kommt der Jahrgang 2021 hinzu. Jüngere und ältere Jahrgänge sollen nach und nach in das System aufgenommen werden, ein konkretes Datum für den flächendeckenden Einstieg aller Jahrgänge liegt aktuell noch nicht vor.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Das Bundeskabinett beschloss den Gesetzentwurf zur Frühstartrente am 12. August 2026.
- Der Staat soll monatlich zehn Euro pro Kind in ein kapitalgedecktes Altersvorsorgedepot einzahlen.
- Berechtigt sind Kinder vom sechsten bis 18. Lebensjahr, die in Deutschland eine Bildungseinrichtung besuchen.
- Zuerst profitiert der Geburtsjahrgang 2020, ab 1. Januar 2027 kommt Jahrgang 2021 hinzu.
- Bundestag und Bundesrat müssen dem Gesetz noch final zustimmen.
Wie schnell weitere Jahrgänge folgen, hängt vom weiteren Gesetzgebungsverfahren ab. Eltern sollten die parlamentarischen Beratungen in den kommenden Monaten im Blick behalten.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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