Familie
Kindergeld ohne Antrag: Diese Familien profitieren zuerst
Der Bundesrat hat den Weg für ein Kindergeld ohne Antrag frei gemacht. Ab 2027 zahlt der Staat automatisch – aber nicht für alle Familien gleichzeitig.

Von D247 Redaktion ·
Millionen Eltern sollen ihr Kindergeld künftig bekommen, ohne dafür einen Antrag zu stellen. Der Bundesrat hat das entsprechende Gesetz am 25. September 2026 gebilligt. Wer als erste Familien in den Genuss der neuen Regel kommt, steht damit fest.
Was ändert sich für Familien konkret?
Bisher müssen Eltern in Deutschland aktiv einen Antrag bei der Familienkasse stellen, um Kindergeld zu erhalten. Das kostet Zeit, erfordert Formulare und führt immer wieder dazu, dass Familien Geld verpassen, weil sie den Antrag zu spät oder gar nicht einreichen. Mit dem neuen Gesetz soll die Familienkasse künftig von sich aus prüfen, ob ein Anspruch besteht.
Der Bundestag hatte dem Vorhaben bereits am 9. Juli 2026 zugestimmt, mit den Stimmen von CDU/CSU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen. Der Bundesrat zog nun nach. Damit kann das Gesetz ausgefertigt und verkündet werden.
Warum kommt die Reform erst jetzt?
Die Idee eines antragslosen Kindergeldes ist nicht neu, scheiterte bislang aber an der technischen Umsetzung. Familienkassen und Finanzverwaltung müssen dafür Daten wie Geburten und Familienstand automatisch abgleichen können. Die Bundesregierung wertet das Vorhaben als Teil ihrer Modernisierungsagenda, mit der Verwaltungsvorgänge stärker digitalisiert werden sollen.
Kritiker aus der Praxis wiesen im Gesetzgebungsverfahren darauf hin, dass die Automatisierung anfangs nicht für jede Familienkonstellation funktioniert, etwa bei getrennten Eltern oder Kindern im Ausland. Deshalb greift die neue Regel nicht sofort für alle gleichermaßen.
Wo liegt der Streitpunkt bei der Einführung?
Der Gesetzgeber hat sich deshalb für eine stufenweise Einführung entschieden. Zunächst soll die antragslose Zahlung für weitere Kinder von Eltern greifen, die bereits mindestens ein Kind haben und der Familienkasse damit schon bekannt sind. Für neugeborene erste Kinder einer Familie ist die automatische Bearbeitung technisch aufwendiger, weil noch keine Daten vorliegen.
Laut Gesetzesbegründung soll die Familienkasse künftig automatisiert entscheiden, ob eine antragslose Feststellung und Zahlung erfolgt oder stattdessen ein Begrüßungsschreiben mit Hinweisen zum weiteren Vorgehen verschickt wird.
Ab wann greift die neue Regel?
Das Gesetz tritt am 1. Januar 2027 in Kraft. Die Einführung erfolgt in zwei Schritten: Zuerst profitieren Eltern, die bereits ein Kind bei der Familienkasse gemeldet haben und ein weiteres Kind bekommen. In einem zweiten Schritt soll die antragslose Zahlung auch für erstgeborene Kinder ohne separaten Antrag möglich werden. Einen genauen Termin für diesen zweiten Schritt hat die Bundesregierung bislang nicht benannt.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Das Gesetz gilt ab dem 1. Januar 2027, nicht rückwirkend für 2026.
- Zuerst profitieren Familien mit weiteren Kindern, die der Familienkasse bereits bekannt sind.
- Für erstgeborene Kinder bleibt zunächst ein Antrag notwendig, bis die zweite Stufe startet.
- Wer unsicher ist, ob sein Fall automatisch erfasst wird, sollte vorerst weiter selbst einen Antrag stellen.
- Ein Begrüßungsschreiben der Familienkasse ersetzt in Zweifelsfällen den bisherigen Antragsprozess.
Die konkrete technische Umsetzung bei den Familienkassen läuft in den kommenden Monaten an. Bis zum Start Anfang 2027 will die Bundesregierung weitere Details zur zweiten Ausbaustufe veröffentlichen.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
Dubiose Rechnungen: Verbraucherzentrale warnt vor Astrolonova und Co.
Restschuldversicherung: EuGH kippt Zinsen auf Versicherungsprämie
Rentenfaktor-Kürzung: Verbraucherzentrale verklagt zwei weitere Versicherer
Briefporto 2027: Bundesnetzagentur erlaubt bis zu 20 Prozent Aufschlag
Zeeman-Rückruf: Baby-Schlafsäcke wegen Erstickungsgefahr
Bahn-Reaktivierung: Baden-Württemberg stoppt vorerst elf Strecken
Fans in großer Sorge um Sarah Connor: „Brauchen dich lebend“
EU-Gericht setzt klare Grenzen: Alkoholfreier „Gin“ darf nicht einfach „Gin“ heißen
Koalition am Scheideweg: Karin Prien fordert Verschiebung der Abstimmung im Rentenstreit
Polar-Kälte stürzt auf Deutschland: Wo Schnee fällt, wo es glatt wird – Jetzt kommt die Winterpeitsche!
Europäische Staaten lehnen US-Friedensplan ab: Sorge vor politischen und wirtschaftlichen Folgen