Gesundheit
Krankenstand 2026: Diese Diagnose überholt jetzt die Erkältung
Eine neue Auswertung der DAK-Gesundheit zeigt: An der Spitze der Krankschreibungen hat sich 2026 etwas verschoben. Erkältungen und Grippe sind nicht mehr der häufigste Grund fürs Fehlen am Arbeitsplatz.

Von D247 Redaktion ·
Millionen Beschäftigte in Deutschland wurden im ersten Halbjahr 2026 krankgeschrieben. Eine neue Auswertung der DAK-Gesundheit zeigt jetzt: An der Spitze der Diagnosen hat ein Wechsel stattgefunden, der Arbeitgeber und Beschäftigte gleichermaßen aufhorchen lässt.
Wie hoch ist der Krankenstand aktuell wirklich?
Für ihren Report hat die DAK-Gesundheit gemeinsam mit dem Berliner IGES-Institut die Daten von 2,2 Millionen bei ihr versicherten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern ausgewertet. Das Ergebnis für das erste Halbjahr 2026: Im Schnitt waren 53 von 1.000 Beschäftigten an einem beliebigen Tag krankgeschrieben.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist das ein geringfügiger Rückgang um 0,1 Prozentpunkte. Der Krankenstand insgesamt bleibt damit nahezu unverändert auf einem hohen Niveau stagnieren, wie es im Report heißt.
Welche Erkrankung führte bisher die Statistik an?
Über Jahre hinweg waren es vor allem Atemwegserkrankungen wie Erkältungen, Grippe und Bronchitis, die für die meisten Fehltage im Job verantwortlich waren. Husten, Schnupfen und grippale Infekte galten als klassischer Krankschreibungsgrund Nummer eins.
Im aktuellen Report zeigt sich bei dieser Diagnosegruppe jedoch ein deutlicher Rückgang: Die Fehltage wegen Atemwegserkrankungen sanken um 21 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Der Wendepunkt in der Statistik
Während Erkältungen und Co. seltener wurden, nahmen andere Fehlzeiten deutlich zu. Bei einer bestimmten Diagnosegruppe registrierte die DAK einen Anstieg um 9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Diese Diagnosegruppe sind psychische Erkrankungen. Erstmals liegen sie damit an der Spitze der Krankschreibungsstatistik und verdrängen die Atemwegserkrankungen von Platz eins. Auf Platz drei folgen unverändert Muskel-Skelett-Erkrankungen wie Rückenschmerzen.
Auch die Dauer der Krankschreibungen hat sich verändert: Sie wuchs im Schnitt von 9,5 auf 9,7 Tage pro Fall. Wer psychisch erkrankt ist, fällt in der Regel deutlich länger aus als bei einer klassischen Erkältung.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Psychische Erkrankungen sind laut DAK-Report erstmals die häufigste Diagnosegruppe bei Krankschreibungen.
- Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen dauern im Schnitt länger als bei anderen Diagnosen.
- Atemwegserkrankungen sind zwar seltener geworden, bleiben aber weiterhin ein relevanter Krankschreibungsgrund.
- Beschäftigte sollten psychische Belastung ernst nehmen und sich frühzeitig ärztliche oder therapeutische Unterstützung suchen.
- Arbeitgeber können mit Prävention und einem funktionierenden betrieblichen Eingliederungsmanagement gegensteuern.
Die Zahlen dürften auch die politische Debatte befeuern: Die Bundesregierung diskutiert bereits über Maßnahmen gegen hohe Fehlzeiten in Unternehmen. Ob und wie sich der Trend bei den psychischen Erkrankungen im weiteren Jahresverlauf entwickelt, wird die nächste Auswertung zeigen.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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