Gesundheit
Licht im Schlafzimmer: Diese Folgen hat es laut Studie fürs Herz
Eine neue Studie zeigt, wie stark nächtliches Licht die Struktur des Herzens verändern kann – schon bei vergleichsweise schwacher Belastung.

Von D247 Redaktion ·
Ein dunkles Schlafzimmer gilt vielen als reine Komfortfrage. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass nächtliches Licht offenbar tief in die Struktur des Herzens eingreift – und zwar messbar. Wie stark der Effekt ausfällt, überrascht selbst die Forschenden.
Was haben die Forschenden untersucht?
Ein Team um Lu Qi von der Tulane University wertete Daten von rund 11.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der britischen UK-Biobank aus. Die Probanden trugen eine Woche lang ein Gerät am Handgelenk, das die Lichtintensität in ihrer Umgebung maß, auch nachts im Schlaf. Etwa drei Jahre später untersuchten die Forschenden die Herzen der Teilnehmenden per Magnetresonanztomografie.
Welche Veränderungen zeigten sich am Herzen?
Bei der Gruppe mit der höchsten nächtlichen Lichtbelastung war die Masse der linken Herzkammer um 2,4 Prozent größer als bei Menschen ohne nennenswerte Lichtexposition im Schlaf. Die mittlere Wanddicke des Herzmuskels lag um 1,5 Prozent höher. Gleichzeitig sank die sogenannte myokardiale Kontraktionsfraktion, ein Maß für die Pumpeffizienz des Herzmuskels, um 1,9 Prozent.
Wie gefährlich ist das im Alltag wirklich?
Nach Angaben der Forschenden ähneln diese Veränderungen jenen, die der Körper typischerweise als Reaktion auf chronischen Stress oder eine Schädigung des Herzens zeigt. Der Zusammenhang verläuft dabei nahezu linear: Je mehr Licht nachts auf die Teilnehmenden traf, desto stärker fielen die Veränderungen am Herzen aus. Schon vergleichsweise schwaches Licht, etwa von Straßenlaternen oder Standby-Leuchten, reichte den Forschenden zufolge für messbare Effekte aus.
Frühere Untersuchungen hatten bereits einen Zusammenhang zwischen nächtlicher Lichtexposition und einem erhöhten Risiko für Herzinsuffizienz sowie Vorhofflimmern nahegelegt. Die aktuelle Studie liefert nun erstmals einen möglichen strukturellen Erklärungsansatz dafür, warum Licht im Schlafzimmer dem Herzen langfristig schaden könnte.
Was bedeutet das konkret für Ihr Schlafzimmer?
Die Studienautoren empfehlen einfache Maßnahmen, um die nächtliche Lichtbelastung zu senken. Dazu zählen abgedunkelte Fenster, gedimmtes und eher warmfarbiges Licht am Abend sowie das Abkleben oder Abdecken kleiner Leuchtdioden an Elektrogeräten im Schlafzimmer. Auch Straßenlicht, das durch dünne Vorhänge fällt, oder ein Fernseher im Standby-Betrieb zählen zu den Lichtquellen, die laut der Studie über Jahre hinweg einen messbaren Unterschied machen können.
Für Menschen, die im Schichtdienst arbeiten oder aus anderen Gründen tagsüber schlafen, dürfte der Befund besonders relevant sein, da Tageslicht durch Vorhänge und Rollos in der Regel deutlich schwerer auszusperren ist als künstliches Licht in der Nacht. Die Forschenden weisen jedoch darauf hin, dass ihre Auswertung zunächst einen statistischen Zusammenhang zeigt und keine unmittelbare Ursache-Wirkungs-Kette beweist.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Die Studie untersuchte rund 11.000 Personen aus der UK-Biobank mittels Lichtmessung und späterer Herz-MRT.
- Bei starker nächtlicher Lichtbelastung war die linke Herzkammer um 2,4 Prozent vergrößert.
- Die Pumpeffizienz des Herzmuskels sank in dieser Gruppe um 1,9 Prozent.
- Der Zusammenhang zwischen Lichtmenge und Herzveränderung verlief nahezu linear.
- Abgedunkelte Schlafzimmer und warmfarbiges Abendlicht gelten als einfache Gegenmaßnahmen.
Weitere Studien sollen nun klären, ob sich die beobachteten strukturellen Veränderungen durch konsequente Verdunkelung tatsächlich zurückbilden lassen.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
Bitcoin-Steuer: Klingbeils Plan zur Abschaffung der Haltefrist 2027
ePA: Nur 1,4 Prozent widersprechen der Datenweitergabe an Forscher
THG-Quote 2027: Warum die Prämie für E-Auto-Halter jetzt steigen könnte
Dubiose Rechnungen: Verbraucherzentrale warnt vor Astrolonova und Co.
Restschuldversicherung: EuGH kippt Zinsen auf Versicherungsprämie
Rentenfaktor-Kürzung: Verbraucherzentrale verklagt zwei weitere Versicherer
Fans in großer Sorge um Sarah Connor: „Brauchen dich lebend“
EU-Gericht setzt klare Grenzen: Alkoholfreier „Gin“ darf nicht einfach „Gin“ heißen
Koalition am Scheideweg: Karin Prien fordert Verschiebung der Abstimmung im Rentenstreit
Polar-Kälte stürzt auf Deutschland: Wo Schnee fällt, wo es glatt wird – Jetzt kommt die Winterpeitsche!
Europäische Staaten lehnen US-Friedensplan ab: Sorge vor politischen und wirtschaftlichen Folgen