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Gesundheit

Licht im Schlafzimmer: Diese Folgen hat es laut Studie fürs Herz

Eine neue Studie zeigt, wie stark nächtliches Licht die Struktur des Herzens verändern kann – schon bei vergleichsweise schwacher Belastung.

Dunkles Schlafzimmer bei Nacht mit schwachem Lichtschein durch den Vorhang, Symbolbild für Schlaf und Herzgesundheit
Symbolbild (KI-generiert)

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Ein dunkles Schlafzimmer gilt vielen als reine Komfortfrage. Eine neue Studie zeigt jedoch, dass nächtliches Licht offenbar tief in die Struktur des Herzens eingreift – und zwar messbar. Wie stark der Effekt ausfällt, überrascht selbst die Forschenden.

Was haben die Forschenden untersucht?

Ein Team um Lu Qi von der Tulane University wertete Daten von rund 11.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern der britischen UK-Biobank aus. Die Probanden trugen eine Woche lang ein Gerät am Handgelenk, das die Lichtintensität in ihrer Umgebung maß, auch nachts im Schlaf. Etwa drei Jahre später untersuchten die Forschenden die Herzen der Teilnehmenden per Magnetresonanztomografie.

Welche Veränderungen zeigten sich am Herzen?

Bei der Gruppe mit der höchsten nächtlichen Lichtbelastung war die Masse der linken Herzkammer um 2,4 Prozent größer als bei Menschen ohne nennenswerte Lichtexposition im Schlaf. Die mittlere Wanddicke des Herzmuskels lag um 1,5 Prozent höher. Gleichzeitig sank die sogenannte myokardiale Kontraktionsfraktion, ein Maß für die Pumpeffizienz des Herzmuskels, um 1,9 Prozent.

Wie gefährlich ist das im Alltag wirklich?

Nach Angaben der Forschenden ähneln diese Veränderungen jenen, die der Körper typischerweise als Reaktion auf chronischen Stress oder eine Schädigung des Herzens zeigt. Der Zusammenhang verläuft dabei nahezu linear: Je mehr Licht nachts auf die Teilnehmenden traf, desto stärker fielen die Veränderungen am Herzen aus. Schon vergleichsweise schwaches Licht, etwa von Straßenlaternen oder Standby-Leuchten, reichte den Forschenden zufolge für messbare Effekte aus.

Frühere Untersuchungen hatten bereits einen Zusammenhang zwischen nächtlicher Lichtexposition und einem erhöhten Risiko für Herzinsuffizienz sowie Vorhofflimmern nahegelegt. Die aktuelle Studie liefert nun erstmals einen möglichen strukturellen Erklärungsansatz dafür, warum Licht im Schlafzimmer dem Herzen langfristig schaden könnte.

Was bedeutet das konkret für Ihr Schlafzimmer?

Die Studienautoren empfehlen einfache Maßnahmen, um die nächtliche Lichtbelastung zu senken. Dazu zählen abgedunkelte Fenster, gedimmtes und eher warmfarbiges Licht am Abend sowie das Abkleben oder Abdecken kleiner Leuchtdioden an Elektrogeräten im Schlafzimmer. Auch Straßenlicht, das durch dünne Vorhänge fällt, oder ein Fernseher im Standby-Betrieb zählen zu den Lichtquellen, die laut der Studie über Jahre hinweg einen messbaren Unterschied machen können.

Für Menschen, die im Schichtdienst arbeiten oder aus anderen Gründen tagsüber schlafen, dürfte der Befund besonders relevant sein, da Tageslicht durch Vorhänge und Rollos in der Regel deutlich schwerer auszusperren ist als künstliches Licht in der Nacht. Die Forschenden weisen jedoch darauf hin, dass ihre Auswertung zunächst einen statistischen Zusammenhang zeigt und keine unmittelbare Ursache-Wirkungs-Kette beweist.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • Die Studie untersuchte rund 11.000 Personen aus der UK-Biobank mittels Lichtmessung und späterer Herz-MRT.
  • Bei starker nächtlicher Lichtbelastung war die linke Herzkammer um 2,4 Prozent vergrößert.
  • Die Pumpeffizienz des Herzmuskels sank in dieser Gruppe um 1,9 Prozent.
  • Der Zusammenhang zwischen Lichtmenge und Herzveränderung verlief nahezu linear.
  • Abgedunkelte Schlafzimmer und warmfarbiges Abendlicht gelten als einfache Gegenmaßnahmen.

Weitere Studien sollen nun klären, ob sich die beobachteten strukturellen Veränderungen durch konsequente Verdunkelung tatsächlich zurückbilden lassen.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.