Blaulicht
Darknet-Drogenmarkt vor Gericht: Dieses Geständnis legte der Betreiber ab
Vor dem Frankfurter Landgericht hat der mutmaßliche Betreiber von ‚Archetyp Market‘ ausgesagt. Die Plattform setzte laut Anklage rund 330 Millionen Euro um.

Von D247 Redaktion ·
Vor dem Frankfurter Landgericht hat ein 31-jähriger Betriebswirt aus Minden zu einer der größten Drogenplattformen im Darknet Stellung genommen. Über die Plattform „Archetyp Market“ liefen laut Anklage Bestellungen im dreistelligen Millionenbereich. Wie umfangreich das Geständnis des mutmaßlichen Betreibers ausfiel, zeigt erst der Blick auf den Prozessauftakt.
Worum geht es in dem Frankfurter Prozess?
Die Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt wirft dem Angeklagten vor, „Archetyp Market“ gegründet und betrieben zu haben. Die Plattform galt zum Zeitpunkt ihrer Abschaltung im Sommer 2025 als weltweit größter Handelsplatz für Drogen und Medikamente im Darknet. Festgenommen wurde der Mann bereits im Juni 2025 in Barcelona, eine Spezialeinheit der spanischen Nationalpolizei nahm ihn dort fest.
Wie groß war die Plattform wirklich?
„Archetyp Market“ ging im November 2020 online. Bis zur Abschaltung registrierten sich nach Ermittlerangaben mehr als 600.000 Kundenkonten, über die Plattform liefen rund 2,3 Millionen Bestellungen. Das Umsatzvolumen beziffern die Ermittler auf etwa 330 Millionen Euro. Gehandelt wurden schätzungsweise 6,9 Tonnen Drogen sowie 3,2 Millionen Pillen, darunter Kokain, Heroin und Fentanyl.
Der Angeklagte soll durch den Betrieb der Plattform selbst rund 20 Millionen Euro verdient haben. Nach eigenen Angaben verkaufte er jedoch keine Drogen selbst, sondern stellte lediglich die technische Infrastruktur für den Handel zwischen Anbietern und Käufern bereit.
Was ändert das Geständnis am Verfahren?
Zum Prozessauftakt räumte der Angeklagte ein, Gründer und Betreiber der Plattform gewesen zu sein. Damit bestätigte er den zentralen Vorwurf der Anklage, bevor die Beweisaufnahme im Detail begonnen hat. Er bezeichnete sein Handeln als schweren Fehler und zeigte sich reumütig, betonte aber erneut, selbst keine Drogen gehandelt zu haben.
Welche Strafe droht dem Betreiber jetzt?
Dem 31-Jährigen drohen nach Angaben aus dem Verfahren zwischen fünf und 15 Jahren Freiheitsstrafe. Ein Urteil des Frankfurter Landgerichts wird für Oktober 2026 erwartet. Das umfassende Geständnis könnte sich dabei strafmildernd auswirken, ändert aber nichts an der Schwere der Vorwürfe angesichts der Millionenumsätze und der gehandelten Drogenmengen.
Das sollten Sie jetzt wissen
- „Archetyp Market“ war laut Ermittlern der weltweit größte Darknet-Marktplatz für Drogen und Medikamente.
- Die Plattform lief von November 2020 bis zur Abschaltung im Sommer 2025.
- Ermittler beziffern den Umsatz auf rund 330 Millionen Euro bei über 600.000 Kundenkonten.
- Der mutmaßliche Betreiber wurde im Juni 2025 in Barcelona festgenommen.
- Ihm drohen vor dem Frankfurter Landgericht fünf bis 15 Jahre Haft, ein Urteil wird im Oktober erwartet.
Der Prozess läuft in den kommenden Wochen weiter, weitere Zeugen und Sachverständige sollen zur Beweisaufnahme gehört werden. Mit dem Urteil rechnen Beobachter im Oktober 2026.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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