Blaulicht
Millionenbetrug mit Handys: So viele Länder durchsuchten Ermittler
Eine mutmaßliche Bande soll europaweit über eine Million gefälschte Smartphones verkauft haben. Bei einer Großrazzia in 19 Ländern nahmen Ermittler mehrere Verdächtige fest.

Von D247 Redaktion ·
Über eine Million Menschen in Europa haben unwissentlich gefälschte Smartphones gekauft. Ermittler gingen am Dienstag in 19 Ländern gleichzeitig gegen eine mutmaßliche Betrügerbande vor. Wie hoch der Schaden für den deutschen Fiskus tatsächlich ist, zeigen jetzt die ersten Zahlen der Behörden.
Was ist bei der Großrazzia passiert?
Am frühen Dienstagmorgen durchsuchten Einsatzkräfte rund 160 Objekte in 19 Ländern. Beteiligt waren die Europäische Staatsanwaltschaft (EUStA) sowie deutsche Zollfahnder einer Spezialeinheit aus Düsseldorf. Insgesamt waren etwa 1.770 Steuer-, Zoll- und Polizeibeamte im Einsatz.
Im Zentrum der Ermittlungen steht ein Lagerhaus in Krefeld. Von dort aus sollen die mutmaßlich gefälschten Geräte in den deutschen Markt gelangt sein. Über das Wochenende vor der Razzia nahmen die Behörden bereits mehrere mutmaßliche Mittäter fest.
Der Hintergrund: Wie die Fälscher vorgegangen sein sollen
Laut den Ermittlungen wurden gebrauchte Smartphone-Bauteile in Hongkong und den Vereinigten Arabischen Emiraten zu kompletten Geräten zusammengesetzt. Anschließend sollen die Geräte gereinigt und neu verpackt worden sein – als vermeintlich neue Produkte großer Hersteller.
Von dort ging es weiter in die Niederlande und schließlich in deutsche Lagerhallen. Verkauft wurden die Geräte europaweit über Online-Marktplätze, ohne dass Käufer den Unterschied zu echter Neuware erkennen konnten.
Der Streitpunkt: Ein 43-Jähriger im Zentrum der Ermittlungen
Als Hauptverdächtiger gilt ein 43 Jahre alter Mann mit ukrainischer Staatsangehörigkeit. Die Ermittler gehen von mehreren weiteren Beteiligten aus, deren genaue Zahl die Behörden bislang nicht öffentlich gemacht haben.
Besonders brisant für die Ermittler: Die Lieferkette zog sich über gleich drei Kontinente. Damit mussten Zoll- und Steuerbehörden aus fast 20 Ländern ihre Ermittlungen koordinieren, um die Hintermänner gleichzeitig fassen zu können – eine logistische Herausforderung, die Wochen der Vorbereitung erforderte.
So hoch ist der Schaden tatsächlich
Nach Angaben der Ermittler erzielte die Bande mit dem Verkauf der gefälschten Geräte einen Gesamtumsatz von rund 300 Millionen Euro. Allein dem deutschen Staat entgingen dadurch Steuereinnahmen von über 60 Millionen Euro. Die betroffenen Geräte wurden unter dem Namen bekannter Smartphone-Hersteller vertrieben.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Über eine Million Verbraucher in Europa kauften laut Ermittlern unwissentlich gefälschte Smartphones.
- Die Razzia fand zeitgleich in 19 Ländern statt, mit rund 160 durchsuchten Objekten.
- Zentraler Umschlagplatz in Deutschland war ein Lagerhaus in Krefeld.
- Der geschätzte Steuerschaden in Deutschland liegt bei über 60 Millionen Euro.
- Hauptverdächtiger ist ein 43-jähriger Mann, weitere Festnahmen erfolgten bereits am Wochenende vor der Razzia.
Die Ermittlungen der Europäischen Staatsanwaltschaft dauern an. Offen ist bislang, wie viele der beschlagnahmten Geräte noch bei Händlern oder Verbrauchern im Umlauf sind.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
Dubiose Rechnungen: Verbraucherzentrale warnt vor Astrolonova und Co.
Restschuldversicherung: EuGH kippt Zinsen auf Versicherungsprämie
Rentenfaktor-Kürzung: Verbraucherzentrale verklagt zwei weitere Versicherer
Briefporto 2027: Bundesnetzagentur erlaubt bis zu 20 Prozent Aufschlag
Zeeman-Rückruf: Baby-Schlafsäcke wegen Erstickungsgefahr
Bahn-Reaktivierung: Baden-Württemberg stoppt vorerst elf Strecken
Fans in großer Sorge um Sarah Connor: „Brauchen dich lebend“
EU-Gericht setzt klare Grenzen: Alkoholfreier „Gin“ darf nicht einfach „Gin“ heißen
Koalition am Scheideweg: Karin Prien fordert Verschiebung der Abstimmung im Rentenstreit
Polar-Kälte stürzt auf Deutschland: Wo Schnee fällt, wo es glatt wird – Jetzt kommt die Winterpeitsche!
Europäische Staaten lehnen US-Friedensplan ab: Sorge vor politischen und wirtschaftlichen Folgen