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Blaulicht

Rotes Auto aus dem Lech geborgen: Polizei steht vor einem Rätsel

Jahrzehntelang lag ein Wagen unbemerkt im Lech im Allgäu. Jetzt sucht die Polizei Zeugen – und verspricht, dass niemand mehr eine Strafe fürchten muss. Was bisher bekannt ist.

Verrostetes rotes Autowrack mit Schlamm und Pflanzenresten
Symbolbild (KI-generiert)

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Ein Autowrack aus dem Lech gibt der Polizei im Süden Bayerns Rätsel auf. Der Wagen lag offenbar seit Jahrzehnten im Wasser, als er im August geborgen wurde. Nun wenden sich die Ermittler an die Öffentlichkeit. Wie lange das Auto dort lag und warum sich Zeugen ohne Sorge melden können, ist erstaunlich.

Was wurde im Lech gefunden?

Nach Angaben der Polizeiinspektion Schongau wurde das Auto im August aus der Lechstaustufe 4 geborgen. Sie liegt zwischen Lechbruck im Landkreis Ostallgäu und Steingaden im Landkreis Weilheim-Schongau. Der Zustand des Fahrzeugs zeigt, wie lange es unter Wasser war.

Auf der Motorhaube hatten sich Gras und Gestrüpp festgesetzt. Die einst leuchtend rote Lackierung ist kaum noch zu erkennen. Laut Medienberichten handelt es sich um einen Wagen aus den 1980er Jahren.

Welche Spuren haben die Ermittler?

Zwei Details helfen der Polizei weiter. Am Wrack hing noch ein gesiegeltes Kennzeichen des Landkreises Ostallgäu. Außerdem klebte eine Plakette der Abgasuntersuchung am Wagen. Sie war im August 1990 abgelaufen.

Daraus ziehen die Beamten einen vorsichtigen Schluss. Sie halten es für möglich, dass das Auto zwischen 1988 und 1990 gestohlen und danach im Fluss versenkt wurde. Wer den Wagen damals in den Lech gebracht hat und aus welchem Grund, ist bis heute völlig offen. Auch der frühere Besitzer ist in den Berichten nicht genannt.

Die Wende: Warum Zeugen nichts befürchten müssen

Die Polizei sucht jetzt Menschen, die sich an einen Autodiebstahl oder einen ähnlichen Vorfall aus dieser Zeit erinnern. Dabei betonen die Ermittler einen wichtigen Punkt. Eine Strafverfolgung droht niemandem mehr. Alle Straftaten, die in diesem Fall infrage kommen, sind nach so langer Zeit verjährt.

Hier steht das Wrack heute

Wer sich das Fundstück selbst ansehen möchte, kann das tun. Das Autowrack steht nach Angaben der Polizei auf einer Freifläche beim Oldtimerwerk in Neu-Ulm. Dort kann es besichtigt werden. Vielleicht erkennt ja jemand den Wagen wieder, der ihn vor mehr als 35 Jahren vermisst hat.

Es ist nicht der einzige ungewöhnliche Fund in diesen Wochen. Niedrige Wasserstände haben zuletzt auch an anderen Flüssen Überraschendes freigelegt. Im Rhein tauchten etwa drei Holzpfähle auf, die möglicherweise zu einer römischen Anlegestelle gehörten. Am Ufer bei Duisburg-Rheinhausen wurden zudem eine Pistole und ein Möbeltresor sichtbar. Diese Funde hängen laut Berichten vermutlich mit Straftaten zusammen.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • Fundort: Lechstaustufe 4 zwischen Lechbruck und Steingaden.
  • Zeitraum: Die Polizei vermutet einen Diebstahl zwischen 1988 und 1990.
  • Hinweise: Wer sich an einen passenden Autodiebstahl erinnert, meldet sich bei der Polizeiinspektion Schongau oder jeder anderen Polizeidienststelle.
  • Keine Strafe: Mögliche Taten sind verjährt, Hinweisgeber müssen keine Folgen fürchten.
  • Besichtigung: Das Wrack steht auf einer Freifläche beim Oldtimerwerk in Neu-Ulm.

Ob sich die Geschichte des roten Wagens noch aufklären lässt, hängt nun von Hinweisen aus der Bevölkerung ab.

Quellen