Blaulicht
Warnung in Berlin: Warum diese Gummibärchen jetzt lebensgefährlich sind
Nach mehreren Vergiftungsfällen und einem Todesfall warnt Berlin vor Gummibärchen, die als THC-Süßigkeiten verkauft werden.

Von D247 Redaktion ·
In Berlin warnt die Gesundheitsverwaltung aktuell eindringlich vor bunten Gummibärchen, die als THC-Süßigkeiten verkauft werden. Seit vergangener Woche sind mehrere Vergiftungsfälle bekannt geworden, einer davon endete tödlich. Was genau in den Süßigkeiten steckt, ist noch nicht restlos geklärt.
Was ist in Berlin passiert?
Die Senatsverwaltung für Gesundheit hat eine Warnung an Bezirke, Kliniken und Beratungsstellen herausgegeben. Grund sind mindestens drei dokumentierte Fälle, in denen Menschen nach dem Verzehr vermeintlicher THC-Gummibärchen schwer erkrankten. Die Symptome der Betroffenen ähnelten dabei klassischen Opiat-Vergiftungen.
Ein 42 Jahre alter Mann starb nach dem Verzehr eines solchen Gummibärchens. Nach Polizeiangaben ist bislang nicht sicher, ob das Produkt tatsächlich die Todesursache war. Die Ermittlungen dazu laufen noch. Die Warnung ging bereits am vergangenen Freitag an die zuständigen Stellen in der Stadt hinaus.
Wie erging es den anderen Betroffenen?
Zwei weitere Menschen überlebten eine Vergiftung nach dem Konsum der Süßigkeiten. Bei beiden setzten Rettungskräfte das Notfallmedikament Naloxon ein, das gezielt gegen Opiat-Vergiftungen wirkt. Dass es anschlug, gilt als weiteres Indiz dafür, dass in den Gummibärchen keine reinen Cannabis-Wirkstoffe stecken.
Offiziell verkauft wurden die Produkte als THC-Süßigkeiten, wie sie in einschlägigen Kreisen kursieren. THC selbst löst keine für Opiate typischen Vergiftungserscheinungen aus. Genau diese Diskrepanz zwischen beworbenem Inhalt und tatsächlicher Wirkung macht die Produkte nach Einschätzung der Gesundheitsverwaltung besonders gefährlich.
Was steckt wirklich in den Gummibärchen?
Die genaue Substanz ist noch nicht abschließend identifiziert. Nach dem bisherigen Krankheitsbild und dem Ansprechen auf Naloxon gehen Behörden davon aus, dass den Süßigkeiten Opiate beigemischt wurden, möglicherweise Fentanyl, Heroin oder Morphin. Eine labortechnische Bestätigung steht nach aktuellem Stand noch aus.
Für Verbraucher bedeutet das: Wer solche Produkte aus unklaren Quellen konsumiert, kann nicht wissen, welcher Wirkstoff tatsächlich enthalten ist – mit potenziell lebensgefährlichen Folgen. Gerade weil die Gummibärchen optisch kaum von harmlosen Süßigkeiten zu unterscheiden sind, warnt die Verwaltung ausdrücklich auch vor einer Weitergabe an Dritte.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Konsumieren Sie keine Süßigkeiten unbekannter Herkunft, die als THC-Produkte angeboten werden.
- Typische Warnzeichen einer Opiat-Vergiftung sind unter anderem starke Müdigkeit, verlangsamte Atmung und Bewusstseinsstörungen.
- Rufen Sie bei solchen Symptomen sofort den Notruf 112.
- Rettungskräfte können mit Naloxon gezielt gegen Opiat-Vergiftungen vorgehen.
- Geben Sie verdächtige Produkte nicht an andere Personen weiter und melden Sie Funde der Polizei.
- Entsorgen Sie verdächtige Süßigkeiten keinesfalls im Hausmüll, sondern übergeben Sie sie der Polizei.
Die Ermittlungen zu Herkunft und genauem Inhaltsstoff der Gummibärchen laufen weiter. Bis ein Labor die Substanz eindeutig bestimmt hat, bleibt die Warnung der Gesundheitsverwaltung bestehen. Weitere Warnungen sind nicht ausgeschlossen.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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