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Kurioses

Kohlebrand bei Meuselwitz: Seit über drei Monaten schwelt das Feuer

In einem stillgelegten Tagebau bei Meuselwitz in Thüringen brennt es seit Ende Juni unterirdisch. Trotz aufwendiger Löscharbeiten ist kein Ende absehbar – jetzt werden auch Luftmessungen in den Nachbarorten ausgewertet.

Rauch steigt aus dem Boden eines stillgelegten Tagebaugeländes auf, Löschschläuche liegen bereit
Symbolbild (KI-generiert)

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Seit Ende Juni 2026 schwelt im stillgelegten Tagebau Rusendorf bei Meuselwitz in Thüringen ein unterirdischer Kohlebrand. Mehr als drei Monate später ist das Feuer noch immer nicht gelöscht. Betroffen sind vor allem die Anwohnerinnen und Anwohner der umliegenden Orte, die seit Monaten mit Rauch- und Geruchsbelästigung leben.

Details: Wie das Feuer entstand und warum es so schwer zu löschen ist

Nach Angaben der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), die für das Gelände zuständig ist, geriet am 27. Juni 2026 vermutlich durch eine durchhängende Hochspannungsleitung ein Baum in Brand. Das Feuer griff auf ein darunterliegendes Kohletrübebecken über, in dem sich kohlehaltige Ablagerungen aus dem früheren Tagebaubetrieb befinden. Während das oberirdische Feuer rasch gelöscht wurde, breitete sich der Brand unterirdisch in den drei bis fünf Meter mächtigen Ablagerungen aus.

  • Betroffene Fläche: rund acht Hektar im Bereich des ehemaligen Tagebaus Rusendorf
  • Ursache: vermutlich ein Baumbrand durch eine durchhängende Stromleitung
  • Zuständig: die staatliche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft LMBV
  • Erschwernis: Die Brandherde liegen tief im Boden, verlagern sich und sind für Einsatzkräfte kaum zugänglich

Die LMBV hat inzwischen einen 50 Meter breiten Schutzstreifen um das Brandgebiet angelegt, bewässert die Ränder per Sprinkleranlage und überwacht die Glutnester täglich per Drohne mit Wärmebildkameras.

Was bedeutet das für Anwohnerinnen und Anwohner?

Seit dem 10. September 2026 laufen an fünf Messstationen in den Orten Meuselwitz, Mumsdorf, Falkenhain, Bünauroda und Michelwitz Luftmessungen nach dem Standard der Technischen Anleitung Luft. Erfasst werden unter anderem Kohlenmonoxid, Sauerstoff, Kohlendioxid, Methan und Schwefelwasserstoff.

  • Die bisherigen Messwerte gelten laut LMBV als unauffällig.
  • Eine akute Gefährdungslage für die Bevölkerung besteht nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.
  • Anwohnerinnen und Anwohner mit akuten gesundheitlichen Beschwerden sollen sich an einen Arzt wenden und den Vorfall dem Gesundheitsamt melden.
  • Die Geruchsbelästigung durch Rauch bleibt bestehen, solange der Brand nicht vollständig erstickt ist.

Was passiert als Nächstes?

Um den Brand endgültig zu ersticken, baut die LMBV eine rund vier Kilometer lange provisorische Wasserleitung vom Restloch Zipsendorf zum Brandgebiet, die nach bisheriger Planung im Oktober 2026 in Betrieb gehen soll. Zusätzlich sollen zwei etwa 55 Meter tiefe Entnahmebrunnen installiert werden. Langfristig soll eine rund zwei Meter dicke Erdabdeckung dem Feuer die Sauerstoffzufuhr entziehen. Einen genauen Zeitpunkt, wann der Kohlebrand vollständig gelöscht sein wird, kann die LMBV nach eigenen Angaben derzeit nicht nennen.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.