Kurioses
Römischer Münzschatz bei Köln: So viele Silbermünzen lagen im Acker
Ein Hobby-Sondengänger hat südlich von Köln einen der größten Münzschätze aus der Zeit Kaiser Hadrians entdeckt, die je in Deutschland gefunden wurden.

Von D247 Redaktion ·
Auf einem ganz gewöhnlichen Acker südlich von Köln hat ein Hobby-Sondengänger einen der bedeutendsten Münzfunde der vergangenen Jahre gemacht. Was zunächst wie ein einzelnes Signal seines Metalldetektors aussah, entwickelte sich zu einem regelrechten Schatz aus römischer Zeit. Wie viele Münzen am Ende geborgen wurden, überraschte sogar die Experten.
Wie kam der Schatz ans Licht?
Der Fund gelang Ende September auf einem Feld bei Wesseling. Der Finder Oliver Riedl besitzt die erforderliche Erlaubnis für die Sondengängerei und hatte zudem die Zustimmung des Grundstückseigentümers. Beim Absuchen des Ackers schlug sein Gerät wiederholt aus. Riedl grub eine Silbermünze nach der anderen aus der Erde, doch die Signale rissen nicht ab.
Weil ihm klar wurde, dass es sich um mehr als einen zufälligen Einzelfund handeln musste, informierte er umgehend das zuständige Amt für Bodendenkmalpflege des Landschaftsverbands Rheinland (LVR). Fachleute übernahmen die weitere Ausgrabung an der Fundstelle.
Was steckte wirklich im Boden?
Am Ende bargen die Experten 934 römische Silberdenare mit einem Gewicht von mehr als drei Kilogramm. Die älteste Münze im Fund stammt aus republikanischer Zeit und wird auf das Jahr 148 vor Christus datiert. Der Schwerpunkt des Bestands liegt jedoch bei Prägungen der flavischen Kaiser, insbesondere unter Kaiser Domitian.
Vergraben wurde der Schatz nach Einschätzung der Fachleute erst deutlich später, im zweiten Viertel des zweiten Jahrhunderts nach Christus. Das fällt in die Regierungszeit von Kaiser Hadrian, der von 117 bis 138 nach Christus über das Römische Reich herrschte.
Warum ist der Fund so außergewöhnlich?
Nach Angaben des LVR-Amtes für Bodendenkmalpflege handelt es sich um den größten bekannten Münzschatz aus der Regierungszeit Hadrians, der jemals in Deutschland entdeckt wurde. Amtsleiter Erich Claßen und die wissenschaftliche Referentin Rahel Otte ordnen den Fund international ein: Weltweit belegt er unter vergleichbaren Hortfunden aus dieser Epoche den fünften Platz.
Der reine Materialwert des Silbers liegt nach heutigen Maßstäben bei schätzungsweise 6.000 Euro. Für die Wissenschaft zählt jedoch vor allem die historische Aussagekraft: Die Zusammensetzung der Münzen liefert neue Hinweise darauf, wie Bargeld im Rheinland vor rund 1.900 Jahren im Umlauf war und wann es vergraben wurde.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Der Fund umfasst 934 römische Silberdenare mit einem Gewicht von über drei Kilogramm.
- Es ist der größte in Deutschland entdeckte Münzschatz aus der Zeit Kaiser Hadrians.
- Weltweit steht er auf Platz fünf der bekannten Hortfunde dieser Epoche.
- Nach dem Schatzregal-Recht in Nordrhein-Westfalen gehört der Fund dem Land, der Finder erhält eine angemessene Belohnung.
- Wer selbst mit Metalldetektoren suchen möchte, braucht dafür eine behördliche Genehmigung und die Zustimmung des Grundstückseigentümers.
Die Münzen werden derzeit im LVR-Landesmuseum Bonn restauriert und eingehend untersucht. Anschließend soll der Wesselinger Silberschatz dort erstmals der Öffentlichkeit gezeigt werden.
Quellen
- muenzen-online.com: Der Wesselinger Silberschatz
- verliebtinkoeln.com: Römischer Münzschatz bei Wesseling
- L’essentiel: Mann findet riesigen Schatz aus der Römerzeit
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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