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Kurioses

Weltrekord in Brandenburg: So hoch ragt das neue Windrad wirklich

In Schipkau steht jetzt das höchste Windrad der Welt. Wie hoch die Anlage wirklich ist und wie viele Haushalte sie versorgen soll.

Riesiges Windrad im Bau vor blauem Himmel, Symbolbild
Symbolbild (KI-generiert)

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Im brandenburgischen Schipkau ragt seit Kurzem ein technisches Bauwerk in den Himmel, das es weltweit so noch nicht gab. Nach tagelanger Verzögerung durch schlechtes Wetter steht jetzt fest, wie hoch die Anlage tatsächlich geworden ist – und wie nah sie an einem bekannten Berliner Wahrzeichen liegt.

Was steht da eigentlich in der Lausitz?

In Schipkau in der Lausitz hat das nach eigenen Angaben höchste Windrad der Welt seine endgültige Höhe erreicht. Das teilte das Unternehmen Gicon mit. Mit einer Nabenhöhe von 300 Metern und einer Gesamthöhe von 365 Metern mitsamt Rotorblättern gilt die Anlage sowohl nach Angaben des Herstellers als auch nach Einschätzung des Bundesverbands Windenergie als größtes Windrad der Welt.

Zum Vergleich: Der Berliner Fernsehturm misst 368 Meter und ist damit nur wenige Meter höher als der neue Höhenwindturm. Der letzte entscheidende Bauschritt war der Hub des Innenturms über einen Teleskopmechanismus, der laut Gicon präzise technische Abläufe und eine sorgfältige Abstimmung aller Arbeiten erforderte.

Warum hat es bis jetzt gedauert?

Ursprünglich sollte der Turm bereits eine Woche früher, an einem Sonntag, seine volle Höhe erreichen. Starke Windböen stoppten die Arbeiten jedoch mehrfach, sodass auch die geplante Ausrufung des Weltrekords verschoben werden musste. Geschäftsführer Jochen Großmann begründete die Verzögerung damit, dass Sicherheit vor Geschwindigkeit gehe.

Bisheriger Rekordhalter war nach Angaben von Windradhersteller Vestas und Bauunternehmen Max Bögl eine Anlage im bayerischen Winnberg in der Oberpfalz mit 199 Metern Nabenhöhe und 285 Metern Gesamthöhe. Der neue Turm in Schipkau übertrifft diesen Wert damit um mehr als 100 Meter Nabenhöhe.

Wozu überhaupt ein derart hoher Turm?

Gebaut wird der Koloss von der Dresdner Gicon-Gruppe im Auftrag der 2019 gegründeten Bundesagentur für Sprunginnovationen. Innovationsmanager Martin Chaumet nennt als Vorteil, dass Windenergie dadurch gleichmäßiger über das Land verteilt werden könne. Ein Nebeneffekt sei, dass sich dadurch in Teilen der Netzausbau sparen lasse, wodurch der Strom für alle günstiger werde.

Der Grund für die enorme Höhe: In größeren Höhen wehen stärkere und gleichmäßigere Winde. Laut Gicon kann der Turm dadurch bei gleichem Rotordurchmesser etwa den doppelten Energieertrag einer konventionellen Windenergieanlage erzielen. Der Höhenwindturm in der früheren Kohleregion soll künftig Strom für bis zu 7.500 Haushalte liefern und besteht aus einer Kombination von Gitterturm und Stahlkonstruktion.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • Das höchste Windrad der Welt steht jetzt im brandenburgischen Schipkau und misst 365 Meter.
  • Die Nabenhöhe von 300 Metern übertrifft den bisherigen Rekordhalter aus Bayern deutlich.
  • Die offizielle Inbetriebnahme ist für November geplant.
  • Die Anlage soll künftig bis zu 7.500 Haushalte mit Strom versorgen.
  • Größere Windhöhen sollen laut Betreiber den Netzausbau und damit Kosten sparen.

Bis zur offiziellen Inbetriebnahme im November stehen laut Gicon noch abschließende technische Arbeiten am Turm an.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.