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Tiere

Roter Panda im Tierpark Berlin: Wann Besucher das Jungtier sehen

Im Tierpark Berlin wächst ein Roter Panda heran. Die Geburt liegt schon Wochen zurück – erst jetzt wurde sie öffentlich. Was über das Jungtier bekannt ist und wann es sich zeigt.

Junger Roter Panda schaut aus einer Holzbox im Baum
Symbolbild (KI-generiert)

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Weiße Plüschohren und rostrotes Fell: Im Tierpark Berlin gibt es Nachwuchs bei den Roten Pandas. Der Tierpark hat die Geburt am Freitag bekanntgegeben – dabei ist das Jungtier schon fast drei Monate alt. Die stark gefährdeten Tiere gehören zu den bekannten Bewohnern des Tierparks, und für Besucher gibt es eine gute Nachricht.

Warum erfährt die Öffentlichkeit erst jetzt davon?

Das Jungtier kam bereits am 25. Juni zur Welt. Rote Pandas werden blind geboren und wiegen bei der Geburt nur rund 100 Gramm. Erst nach etwa fünf Wochen öffnen sie die Augen. In dieser Zeit bleiben sie gut versteckt in der Wurfbox und sind ganz auf die Mutter angewiesen.

Die Mutter heißt Rosie, sie ist sechs Jahre alt. Für sie ist es bereits der dritte Nachwuchs. Vater ist wieder der elfjährige Joel. Beide Tiere kamen über das Europäische Erhaltungszuchtprogramm nach Berlin, Joel im Jahr 2020, Rosie ein Jahr später. Das Programm koordiniert zooübergreifend die Zucht bedrohter Arten.

Was hat die erste Untersuchung ergeben?

Bei einem ersten Check durch das Tierarzt-Team zeigte sich: Das Kleine entwickelt sich prächtig. Und die Untersuchung brachte noch eine Neuigkeit. Rosie zieht in diesem Jahr ein Weibchen groß. Einen Namen hat der Tierpark in seiner Mitteilung noch nicht genannt.

Was viele nicht wissen: Rote Pandas sind geschickte Kletterer und verbringen einen großen Teil ihres Lebens hoch oben in den Bäumen. Dabei hilft ihnen ein verlängertes Handgelenk, mit dem sie Äste und Futter besonders gut greifen können. Gefressen wird vor allem Bambus.

Wie bedroht sind die Tiere in freier Wildbahn?

Die Lage ist ernst. Schätzungsweise leben weniger als 10.000 Rote Pandas in den Bergwäldern des Himalayas und angrenzender Regionen. Die Weltnaturschutzunion IUCN führt die Art auf der Roten Liste als stark gefährdet. Ein großes Problem ist die Zerschneidung ihres Lebensraums: Sind Waldstücke voneinander getrennt, kommen die Tiere kaum noch von einem Gebiet ins nächste.

Die Zoologischen Gärten Berlin unterstützen deshalb das Red Panda Network in Nepal. Die Organisation arbeitet dort seit mehr als 15 Jahren mit örtlichen Gemeinden zusammen, vor allem bei der Wiederaufforstung. Knapp 960.000 Bäume sind bereits gepflanzt, bis Jahresende soll der millionste folgen.

Wann kann man das Jungtier sehen?

Mit etwas Glück schon jetzt. Laut Kurator Martin Kränzlin wird die Kleine zunehmend aktiver. Rosie trägt sie immer häufiger umher und lässt sie erste Ausflüge außerhalb der Wurfbox machen. Besucher können das Jungtier deshalb bereits auf der Anlage entdecken – eine Garantie gibt es aber nicht.

Das sollten Sie vor dem Besuch wissen

  • Öffnungszeiten: Bis einschließlich 20. September hat der Tierpark täglich von 9 bis 18.30 Uhr geöffnet.
  • Ab 21. September: Dann schließt der Tierpark bereits um 18 Uhr, letzter Einlass ist weiterhin um 17 Uhr.
  • Tierhäuser: Sie schließen jeweils 30 Minuten vor dem Tierpark.
  • Geduld mitbringen: Rote Pandas halten sich gern hoch in den Bäumen auf – ein Blick nach oben lohnt sich.

Seit fünf Jahren ist die Stiftung des 1. FC Union Berlin offizieller Pate der Roten Pandas im Tierpark. In den kommenden Wochen dürfte das Jungtier immer selbstständiger werden.

Quellen