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Vermischtes

Reifen-Aktion gegen SUVs: So viele Autos traf es in Hamburg wirklich

In Hamburg ging Dutzenden SUVs über Nacht die Luft aus den Reifen. Ein Bekennerschreiben nennt 60 Fahrzeuge – die Polizei kommt auf eine andere Zahl.

Nächtliche Wohnstraße mit geparkten SUVs, Symbolbild
Symbolbild (KI-generiert)

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In der Nacht zum Montag ging in Hamburg-Pöseldorf bei mehreren SUVs die Luft aus den Reifen. Am Montagmorgen kamen in Winterhude weitere Fälle hinzu. Ein Bekennerschreiben nennt eine deutlich höhere Zahl, als die Polizei bislang bestätigt.

Wie viele Autos traf die Aktion wirklich?

Sechs Fahrzeuge entdeckten Anwohner in der Nacht im Stadtteil Pöseldorf, bei denen Unbekannte mit kleinen Ventileinsätzen langsam die Luft aus den Reifen entweichen ließen. Am Montagmorgen rückte die Polizei dann erneut aus, diesmal nach Winterhude, wo weitere SUVs betroffen waren. Mehrere Streifenwagen waren im Einsatz.

An einem Teil der Fahrzeuge fanden Beamte Zettel mit einem Bekenntnis zur Tat. Absender ist demnach das sogenannte Widerstands-Kollektiv, eine bislang wenig bekannte Aktivistengruppe.

Was steckt hinter der Aktion?

In dem Bekennerschreiben begründet die Gruppe ihr Vorgehen mit der Umweltbelastung durch große, schwere Geländewagen sowie mit der Gefährdung von Kindern im Straßenverkehr. Solche Vorwürfe gegen SUVs sind in der Debatte um Stadtverkehr nicht neu, die konkrete Umsetzung als nächtliche Sachbeschädigung ist in diesem Ausmaß für Hamburg aber ungewöhnlich.

Die Polizei bestätigte die Vorfälle, hielt sich mit einer eigenen Zählung aber zunächst zurück. Am Montagmorgen sprachen Ermittler von einem „mittleren zweistelligen Bereich“ und nannten eine Zahl von über 40 betroffenen Fahrzeugen. Betroffen waren vor allem größere und schwerere Modelle, wie sie in den beiden Hamburger Vierteln überdurchschnittlich häufig geparkt stehen.

Wo liegt der Streitpunkt?

Genau hier klafft eine Lücke: Das Bekennerschreiben der Gruppe beziffert die Zahl der manipulierten Autos auf 60. Die Polizei kommt bislang auf eine niedrigere, aber ebenfalls beachtliche Zahl. Eine endgültige Klärung steht noch aus, weil nicht alle Betroffenen bereits Anzeige erstattet haben und einige beschädigte Reifen erst nach und nach auffallen.

Offen ist auch, wie die Ermittlungen rechtlich eingeordnet werden. Ob es sich bei dem Ablassen von Luft um eine Straftat wie Sachbeschädigung handelt, prüft die Polizei noch. Anders als bei zerstochenen Reifen bleibt das Fahrzeug bei dieser Methode äußerlich unbeschädigt, was die rechtliche Bewertung erschwert. Betroffene Halterinnen und Halter müssen ihr Fahrzeug in der Regel selbst wieder aufpumpen, ein finanzieller Schaden entsteht dabei meist nicht.

Fest steht damit: Zwischen 40 und 60 SUVs waren in der Nacht zum Montag und am Morgen danach in Pöseldorf und Winterhude betroffen. Die genaue Zahl wird sich erst nach Abschluss der Ermittlungen und aller Anzeigen sicher beziffern lassen.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • Betroffen waren die Hamburger Stadtteile Pöseldorf und Winterhude.
  • Die Täter ließen mit kleinen Einsätzen gezielt Luft aus den Reifen ab, ohne sie sichtbar zu beschädigen.
  • Ein Bekennerschreiben des „Widerstands-Kollektivs“ nennt Umweltschutz und Kindersicherheit als Motiv.
  • Prüfen Sie nach einer Falschbeladungsanzeige in der Nachbarschaft vorsorglich den Luftdruck Ihrer eigenen Reifen.
  • Wer betroffen ist, sollte den Vorfall der Polizei melden, auch wenn kein sichtbarer Schaden erkennbar ist.

Die Polizei ermittelt weiter und prüft, ob und welche Straftatbestände erfüllt sind. Ob es zu weiteren Aktionen des Kollektivs kommt, ist bislang offen.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.