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Vermischtes

Wiesn-Anstich am Samstag: So teuer wird die Maß in diesem Jahr

Am Samstag um 12 Uhr startet in München das 191. Oktoberfest. Was die Maß kostet, welche Regeln neu sind und was Besucher am Eröffnungstag beachten müssen.

Leeres Bierzelt mit Maßkrügen auf langen Holztischen
Symbolbild (KI-generiert)

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Am Samstag heißt es in München wieder: Bier frei auf der Theresienwiese. Um Punkt 12 Uhr eröffnet das 191. Oktoberfest, bis zum 4. Oktober werden rund sechs Millionen Gäste erwartet. Für Wiesn-Fans gibt es in diesem Jahr gleich mehrere Premieren – und einen Preis, der beim ersten Blick auf die Getränkekarte auffällt.

Wer zapft am Samstag zum ersten Mal an?

Den Anstich übernimmt erstmals Münchens neuer Oberbürgermeister Dominik Krause von den Grünen. Der 35-Jährige hatte sich in der Stichwahl gegen Amtsinhaber Dieter Reiter (SPD) durchgesetzt und ist seit Mai im Amt. Sein Auftritt findet wie gewohnt im Schottenhamel-Festzelt statt. Nach dem ersten Schlag ruft er die traditionelle Eröffnungsformel, danach geben zwölf Böllerschüsse vor der Bavaria das Signal an alle anderen Zelte.

Schon am Vormittag beginnt das Spektakel. Um 10.35 Uhr startet der Einzug der Wiesnwirte und Brauereien in der Innenstadt, rund 1000 Mitwirkende ziehen über die Sonnenstraße und die Schwanthalerstraße zur Festwiese. Die Zelte öffnen bereits um 9 Uhr – Bier gibt es aber erst nach dem Anstich. Die erste Maß geht nach altem Brauch an den bayerischen Ministerpräsidenten.

Was hat sich nach dem Gedränge im Vorjahr geändert?

Im vergangenen Jahr kam es am zweiten Wiesn-Samstag zu gefährlicher Überfüllung. Tausende Besucher steckten vor den Zelten fest, unklare Durchsagen sorgten für zusätzliche Unruhe. Die Stadt hat daraus Konsequenzen gezogen. Eine neue Koordinierungsstelle soll den Informationsaustausch zwischen den Behörden verbessern, KI-gestützte Kameras sollen gefährliche Menschenansammlungen früh erkennen.

Rund 600 Polizisten sind im Einsatz. Zu Spitzenzeiten sperren Fahrzeugbarrieren die Schwanthalerstraße, um vor Angriffen mit Fahrzeugen zu schützen. In vielen Zelten steht zudem die Notfall-App SafeNow zur Verfügung. Und die Stadt setzt auf einen ungewöhnlichen Kniff: Livemusik darf in den großen Zelten werktags schon ab 11 Uhr spielen. So sollen internationale Gäste stärker auf die Wochentage gelockt werden.

Welche Regeln sind neu?

Sektduschen in den Zelten sind ab sofort verboten. Wer als kommerzieller Content-Creator filmen will, braucht eine Genehmigung, private Fotos bleiben erlaubt. Neu sind drei Fahrgeschäfte, darunter das Chaos Pendel mit bis zu 80 Kilometern pro Stunde. Das Fundbüro zieht ins Verkehrszentrum um und hat täglich von 13 bis 20 Uhr geöffnet. An den Haupteingängen lassen sich erstmals Rollstühle ausleihen.

Wie viel kostet die Maß 2026 wirklich?

In den großen Festzelten zahlen Besucher zwischen 14,90 und 15,90 Euro für eine Maß Festbier. Im Schnitt sind es 15,61 Euro – ein Plus von 2,38 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als die Maß durchschnittlich 15,25 Euro kostete. Am teuersten ist das Bier mit 15,90 Euro im Armbrustschützenzelt, in der Bräurosl und im Löwenbräu-Festzelt. Die 16-Euro-Marke bleibt damit knapp unangetastet.

Wer auf Alkohol verzichtet, spart kaum. Ein Liter Tafelwasser kostet im Schnitt 11,13 Euro, Limonade 12,47 Euro und Spezi 12,84 Euro. Alkoholfreies Bier liegt mit durchschnittlich 15,73 Euro sogar leicht über dem Preis für normales Festbier.

Das sollten Sie vor dem Wiesn-Besuch wissen

  • Öffnungszeiten: werktags 10 bis 23.30 Uhr, am Wochenende 9 bis 24 Uhr.
  • Taschen: Rucksäcke, Taschen über drei Liter und Glasflaschen sind verboten, im mittleren Sicherheitsring gilt ein Messerverbot.
  • Eintritt: Das Festgelände und die Zelte sind kostenlos, einen garantierten Sitzplatz beim Anstich gibt es aber nicht.
  • Hilfe: Ein Safe Space für Frauen und Mädchen befindet sich im Servicezentrum nahe der Bavaria, im Notfall gilt die 110.
  • Nicht vor Ort? Der Anstich wird im Fernsehen und im Livestream übertragen.

Nach 16 Festtagen endet die Wiesn am Sonntag, 4. Oktober. Im Vorjahr zählte die Wiesn 6,5 Millionen Besucher, die rund 6,5 Millionen Liter Bier tranken.

Quellen