Ausland
Erstes Treffen seit Kriegsbeginn: Das brachte Wadephuls Gespräch mit Lawrow
Außenminister Wadephul und sein russischer Amtskollege Lawrow trafen sich in New York erstmals seit Kriegsbeginn. Was das Gespräch am Ende brachte.

Von D247 Redaktion ·
Am Rande der UN-Generalversammlung in New York sind Außenminister Johann Wadephul und sein russischer Amtskollege Sergej Lawrow erstmals seit Beginn des Ukraine-Kriegs zu direkten Gesprächen zusammengekommen. Für Berlin markiert das Treffen einen deutlichen Kurswechsel in der Russland-Politik. Was am Ende dabei herauskam, überrascht angesichts der hohen Erwartungen im Vorfeld.
Warum trafen sich Wadephul und Lawrow ausgerechnet jetzt?
Das Gespräch fand am 26. September 2026 am Rande der UN-Generalversammlung in New York statt. Es war das erste direkte Treffen eines deutschen und eines russischen Außenministers seit dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. Wadephul handelte dabei nach eigenen Angaben auch auf Wunsch mehrerer europäischer Kollegen, die einen direkten Austausch mit Moskau nicht ganz abreißen lassen wollten.
Worüber sprachen die beiden Minister?
Im Mittelpunkt stand der jüngste Drohnenangriff in Leipzig. Wadephul machte gegenüber Lawrow deutlich, dass ein solcher Vorfall aus deutscher Sicht nicht hinnehmbar sei und warnte vor einer weiteren Eskalation. Zugleich bot er Russland an, insbesondere mit Blick auf die Situation in der Ukraine zu deeskalieren.
Ein weiteres Thema waren Getreideexporte aus Russland und der Ukraine. Wadephul betonte deren Bedeutung für den globalen Süden, da etwa Ägypten einen erheblichen Teil seiner Getreidelieferungen aus der Ukraine bezieht. Zudem forderte er Russland auf, direkt mit der ukrainischen Regierung zu verhandeln, statt den Weg über Drittstaaten zu suchen.
Wo lag der eigentliche Streitpunkt?
Trotz des offenen Gesprächstons fand Wadephul nach eigener Einschätzung bei seinem Deeskalationsangebot keine offenen Ohren auf russischer Seite. Die grundsätzlichen Positionen beider Länder zum Krieg in der Ukraine blieben unverändert. Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz, ordnete das Zustandekommen des Treffens dennoch als richtigen Schritt ein, auch ohne konkrete Ergebnisse.
Was hat das Gespräch am Ende gebracht?
In der Bilanz beschrieb Wadephul das Treffen als intensiv, aber ergebnislos. Zu wesentlichen Streitpunkten kam es zu keiner Annäherung. Nach seiner Einschätzung liegen die nächsten Schritte nun im Wesentlichen in russischer Hand. Ob es zeitnah zu einem weiteren Gespräch kommt, ließ er offen.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Es war das erste direkte Treffen der deutschen und russischen Außenminister seit Kriegsbeginn.
- Das Gespräch fand am 26. September 2026 am Rande der UN-Generalversammlung in New York statt.
- Wadephul thematisierte den Drohnenangriff in Leipzig und bot Russland Deeskalation an.
- Zu Getreideexporten und einer direkten Ukraine-Russland-Verhandlung gab es keine Einigung.
- Ergebnis: ein intensives, aber ergebnisloses Gespräch ohne konkrete Vereinbarungen.
Wie es zwischen Berlin und Moskau diplomatisch weitergeht, bleibt vorerst offen. Wadephul selbst sieht den nächsten Schritt bei der russischen Regierung.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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