Altkanzler Gerhard Schröder hat einen neuen Posten in Russland übernommen: Er sitzt künftig im Aufsichtsrat des Einzelhändlers Hyperglobus, der die frühere Russland-Tochter der deutschen Supermarktkette Globus betreibt. Das teilte das Unternehmen am Freitag mit.
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Hyperglobus wurde 2025 von der deutschen Globus Holding abgespalten, führt die Filialen in Russland aber weiter unter der Marke Globus. Eigentümer ist der Unternehmer Thomas Bruch, der bis 2020 Geschäftsführer der Globus Holding war; seither leitet sein Sohn Matthias Bruch die in Deutschland verbliebene, familiengeführte Holding.
Bruch begründete die Berufung des 82-jährigen Schröder damit, sich „nötiges Expertenwissen“ in das Gremium zu holen, und lobte dessen „dialogorientierten Ansatz“. Schröder soll das Unternehmen bei Management und strategischer Ausrichtung unterstützen. Er selbst erklärte, es sei wichtig, dass Unternehmer wie Bruch und Firmen wie Hyperglobus die wirtschaftlichen Beziehungen zu Russland fortsetzten und dort investierten, insbesondere in die Lebensmittelversorgung.
Schröder ist seit Jahren für seine engen Russland-Verbindungen bekannt und bekleidete bereits Spitzenposten bei russischen Energiekonzernen. Die neue Aufsichtsratsposition bei einem Einzelhändler ist jedoch ein für ihn ungewöhnliches Engagement außerhalb der Energiebranche.
Was bedeutet das?
- Schröder erweitert sein wirtschaftliches Engagement in Russland über die Energiebranche hinaus auf den Einzelhandel.
- Für die deutsche Globus-Gruppe hat die Personalie keine direkte Bedeutung, da Hyperglobus seit 2025 rechtlich und wirtschaftlich getrennt ist.
- Die Entscheidung dürfte die politische Debatte um Schröders Russland-Nähe erneut befeuern, während die deutsche Außenpolitik gegenüber Moskau angespannt bleibt – zuletzt etwa beim ersten Gespräch von Außenminister Wadephul mit seinem russischen Amtskollegen Lawrow seit Kriegsbeginn.
Was passiert als Nächstes?
Eine offizielle Stellungnahme der deutschen Globus Holding zu der Personalie bei der früheren Russland-Tochter liegt bislang nicht vor. Wie Schröders neue Rolle konkret ausgestaltet wird, ist bisher nicht bekannt.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.