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Ausland

Senatswahl in Frankreich: So viele Sitze sichert sich Le Pens Partei

Bei der Senatswahl in Frankreich hat der Rassemblement National ein Ziel erreicht, das der Partei jahrzehntelang verwehrt blieb. Die Zahlen im Überblick.

Symbolbild: Repräsentatives europäisches Regierungsgebäude
Symbolbild (KI-generiert)

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In Frankreich ist am Sonntag ein politisches Ziel erreicht worden, das der Rassemblement National seit seiner Gründung nie geschafft hatte. Bei der teilweisen Neuwahl des Senats ging es für die Partei von Marine Le Pen um eine Schwelle, die bislang unerreichbar schien. Wie viele Sitze am Ende dazukamen, entscheidet nun über den künftigen Einfluss der Partei in der zweiten Kammer des Parlaments.

Worum ging es bei der Wahl?

Am 27. September 2026 wurden 178 der insgesamt 348 Sitze im französischen Senat neu vergeben. Die Wahl fand indirekt statt: Nicht die Bürger, sondern lokale und regionale Mandatsträger bestimmten die neuen Senatoren. Der Rassemblement National war bislang im Senat kaum vertreten und verfügte lediglich über drei Sitze.

Diese drei Senatoren, gewählt bei der vorherigen Teilerneuerung 2023, waren Christopher Szczurek aus dem Département Pas-de-Calais, Joshua Hochart aus dem Nord und Aymeric Durox aus Seine-et-Marne.

Warum war die Zehn-Sitze-Marke so wichtig?

Um im Senat eine eigene Fraktion bilden zu können, braucht eine Partei mindestens zehn Sitze. Genau diese Schwelle hatte der Rassemblement National in seiner gesamten Geschichte nie überschritten, obwohl die Partei bei Europa- und Kommunalwahlen zuletzt deutlich zulegen konnte. Vizepräsident Sébastien Chenu räumte vor der Wahl ein, dass dieses Ziel keineswegs einfach zu erreichen sei.

Für den Wahlkampf ging der Rassemblement National ein Bündnis mit dem Lager um Eric Ciotti ein, das sich selbst als „ciottistes“ bezeichnet und sich von den konservativen Republikanern abgespalten hatte.

Wo lagen die entscheidenden Wahlkreise?

Besonders im Süden Frankreichs erzielte die Partei Gewinne: Im Département Bouches-du-Rhône sicherte sie sich zwei Sitze, ebenso im Département Var. Hinzu kamen ein Sitz in der Gironde, den die stellvertretende Parteivorsitzende Edwige Diaz übernimmt, sowie ein Sitz in der Seine-Maritime für Léon Levasseur.

Wie viele Sitze hat der Rassemblement National jetzt?

Nach Angaben von Sébastien Chenu kommt die künftige Fraktion aus Rassemblement National und Verbündeten auf 14 Senatoren. Eric Ciotti bezifferte die mögliche Fraktionsgröße sogar auf rund fünfzehn Sitze, sollten sich weitere ehemalige Republikaner anschließen. Damit hat die Partei zusammen mit den drei bereits amtierenden Senatoren erstmals in ihrer Geschichte genügend Mandate für eine eigene Fraktion im Senat.

Marine Le Pen bezeichnete das Ergebnis als historischen Sieg und einen wichtigen Etappenerfolg, der über die eigenen Erwartungen hinausgegangen sei. Parteichef Jordan Bardella erklärte, die neue Fraktion solle künftig für die Anliegen vernachlässigter Regionen stehen.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • Der Rassemblement National hat erstmals in seiner Geschichte genug Sitze für eine eigene Fraktion im französischen Senat.
  • Von drei Senatoren vor der Wahl wuchs die Zahl auf rund 14 bis 15 Mandate im neuen Bündnis mit dem Ciotti-Lager.
  • Die Gewinne konzentrierten sich vor allem auf den Süden Frankreichs, etwa Bouches-du-Rhône und Var.
  • Die Wahl fand gut sieben Monate vor der französischen Präsidentschaftswahl 2027 statt.
  • Der Senat ist indirekt gewählt, eine eigene Fraktion verschafft aber mehr Einfluss auf Gesetzgebung und Ausschüsse.

Wie sich die neue Senatsfraktion inhaltlich positioniert und welche Rolle sie im Vorwahlkampf zur Präsidentschaftswahl 2027 spielt, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.