Ausland
Wadephul in Bratislava: Diese Streitfrage steht mit Fico im Raum
Außenminister Wadephul trifft in der Slowakei Ministerpräsident Fico, der immer wieder gegen EU-Sanktionen gegen Russland argumentiert. Worum es bei dem Treffen geht.

Von D247 Redaktion ·
Außenminister Johann Wadephul reist an diesem Dienstag in die Slowakei – ein Land, das in der EU zunehmend als Sonderfall gilt. In Bratislava trifft der CDU-Politiker auf einen Regierungschef, der Sanktionen gegen Russland immer wieder öffentlich infrage stellt.
Worum geht es bei dem Besuch?
Wadephul setzt am 29. September 2026 seine mehrtägige Europareise in der Slowakei fort. In der Hauptstadt Bratislava kommt er mit Ministerpräsident Robert Fico und Außenminister Juraj Blanár zu Gesprächen zusammen. Im Zentrum stehen die Verpflichtungen, die sich für die Slowakei aus ihrer Mitgliedschaft in EU und Nato ergeben – insbesondere mit Blick auf die Unterstützung der Ukraine und das Verhältnis zu Russland.
Am Nachmittag reist Wadephul weiter nach Straßburg, wo er vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats spricht.
Warum gilt die Slowakei als schwieriger Partner?
Ministerpräsident Fico regiert seit seiner Wiederwahl 2023 einen Kurs, der sich deutlich von der Mehrheit der EU-Staaten unterscheidet. Der linkspopulistische Politiker hat wiederholt EU-Sanktionen gegen Moskau kritisiert und die militärische Unterstützung der Ukraine infrage gestellt. Teile der slowakischen Regierung gelten in Brüssel und Berlin als prorussisch.
Gleichzeitig bleibt die Slowakei formell Mitglied von EU und Nato und damit an gemeinsame Beschlüsse gebunden – ein Spagat, der die Beziehungen zu den westlichen Partnern immer wieder belastet.
Was steht bei diesem Treffen auf dem Spiel?
Für die Bundesregierung geht es darum, die Slowakei trotz der Differenzen bei der gemeinsamen Russland-Linie zu halten. Einstimmigkeit ist in der EU bei Sanktionsentscheidungen erforderlich – eine einzelne Regierung kann Beschlüsse blockieren oder verzögern. Das gibt Fico in Verhandlungen Gewicht, das weit über die Größe seines Landes hinausgeht.
Was ist bei den Gesprächen in Bratislava herausgekommen?
Nach den bisher vorliegenden Informationen zum Reiseprogramm sprechen Wadephul, Fico und Blanár konkret über die slowakischen Verpflichtungen aus EU- und Nato-Mitgliedschaft, die Unterstützung der Ukraine und den Umgang mit Russland. Ergebnisse der Beratungen lagen zum Zeitpunkt der Abreise Wadephuls nach Straßburg noch nicht vor. Die Reise reiht sich in eine Serie von Besuchen ein, mit denen die Bundesregierung in den vergangenen Wochen gezielt bei europäischen Partnern für eine geschlossene Russland-Politik geworben hat.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Wadephul besucht die Slowakei am 29. September 2026 im Rahmen einer mehrtägigen Europareise.
- Gesprächspartner sind Ministerpräsident Robert Fico und Außenminister Juraj Blanár.
- Thema ist vor allem die slowakische Haltung zu EU-Sanktionen gegen Russland und zur Ukraine-Unterstützung.
- Am selben Tag spricht Wadephul zusätzlich vor der Parlamentarischen Versammlung des Europarats in Straßburg.
- Die Slowakei bleibt trotz der Differenzen offiziell Mitglied von EU und Nato.
Wie sich die slowakische Position in den kommenden EU-Verhandlungen zu neuen Sanktionspaketen entwickelt, dürfte sich in den nächsten Wochen zeigen.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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