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Wahlen

Stichwahl-Bilanz Niedersachsen: So viele Frauen setzten sich durch

In 123 Kommunen fielen die Stichwahl-Entscheidungen. Ein Ergebnis sticht dabei besonders heraus.

Leerer Ratssaal eines deutschen Rathauses mit Wahlurne
Symbolbild (KI-generiert)

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In 123 niedersächsischen Kommunen fiel am vergangenen Sonntag die Entscheidung über Bürgermeister-, Oberbürgermeister- und Landratsposten. Die Stichwahlen brachten ein Ergebnis, das über die einzelnen Rathäuser hinaus Beachtung findet.

Wer hat sich bei den Stichwahlen durchgesetzt?

Am 27. September traten in ganz Niedersachsen Kandidatinnen und Kandidaten gegeneinander an, bei denen die erste Wahlrunde keine absolute Mehrheit gebracht hatte. In Hannover verteidigte Amtsinhaber Belit Onay (Bündnis 90/Die Grünen) seinen Posten gegen seinen früheren Stellvertreter und Stadtkämmerer Axel von der Ohe von der SPD. In Braunschweig setzte sich Amtsinhaber Thorsten Kornblum (SPD) gegen den CDU-Kandidaten Maximilian Pohler durch, in Osnabrück blieb CDU-Oberbürgermeisterin Katharina Pötter im Amt.

Auch bei neu zu besetzenden Posten gab es klare Ergebnisse: In Lingen erreichte der CDU-Kandidat Jens Hofschröer 71,22 Prozent, in der Region Hannover wurde Eva Bender (SPD) mit 69,41 Prozent neue Regionspräsidentin.

Was ist an diesen Wahlen besonders?

Bei den Landrats-Neuwahlen dominierte die SPD deutlich, unter anderem in den Landkreisen Peine, Aurich, Holzminden, Northeim und Hameln-Pyrmont. Bündnis 90/Die Grünen behielt dagegen seine Oberbürgermeister-Positionen in mehreren größeren Städten, etwa in Oldenburg und Göttingen, wo Onyeka Oshionwu gegen den CDU-Kandidaten Ehsan Kangarani gewann.

Drei Kandidaten der AfD traten bei den Stichwahlen an, alle drei verloren deutlich. In Salzgitter unterlag der AfD-Kandidat mit 25,28 zu 74,72 Prozent, in Munster mit 19,5 zu 80,5 Prozent und in Bockenem mit 30,4 zu 69,6 Prozent.

Was fällt bei den Ergebnissen sonst noch auf?

Ein Trend zieht sich durch zahlreiche Duelle: In 54 Stichwahlen traten Frauen gegen Männer an. Die Kandidatinnen setzten sich in 35 dieser Duelle durch, Männer gewannen 19. Sechs Landkreise wählten dabei zum ersten Mal überhaupt eine Frau an die Spitze der Kreisverwaltung, darunter der Heidekreis mit Cornelia Reithmeier und der Landkreis Nienburg/Weser mit Stefanie Duensing, die beide als Einzelbewerberinnen ohne Parteibindung antraten.

Auch im Landkreis Osnabrück bestätigte die parteilose Landrätin Anna Kebschull ihr Amt mit 64,7 Prozent der Stimmen.

Was bedeutet das Gesamtbild der Wahlen?

In der Summe zeigt die Stichwahl-Bilanz zwei klare Linien: Frauen haben in diesem Wahljahr in Niedersachsen mehrheitlich die direkten Duelle um Spitzenämter für sich entschieden, und die AfD blieb bei allen drei Anläufen auf ein Bürgermeister- oder Landratsamt chancenlos. Die SPD sicherte sich die meisten neu zu vergebenden Landratsposten, während CDU und Grüne ihre Hochburgen in den größeren Städten halten konnten.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • In 123 niedersächsischen Kommunen fanden am 27. September Stichwahlen statt.
  • Von 54 direkten Duellen zwischen Frauen und Männern gewannen Frauen 35, Männer 19.
  • Sechs Landkreise wählten erstmals eine Frau zur Landrätin.
  • Alle drei angetretenen AfD-Kandidaten verloren ihre Stichwahlen deutlich, etwa in Salzgitter, Munster und Bockenem.
  • Die SPD gewann die meisten neu zu besetzenden Landratsämter, Grüne und CDU behaupteten sich in mehreren Großstädten.

Die neu und wiedergewählten Amtsträgerinnen und Amtsträger treten ihre Posten in den kommenden Wochen offiziell an.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.