Wahlen
Umfrage zur Koalition: Nur so viele Deutsche sind noch zufrieden
Der neue ARD-DeutschlandTrend zeigt, wie schlecht die Bundesregierung derzeit bewertet wird und welche Partei weiter vorn liegt.

Von D247 Redaktion ·
Eine neue Umfrage zeigt, wie die Deutschen die Arbeit der Bundesregierung derzeit wirklich einschätzen. Der ARD-DeutschlandTrend für September liefert dazu ein deutliches Stimmungsbild aus der Bevölkerung. Wie viele Bürger der Koalition noch etwas abgewinnen können und welche Partei aktuell vorn liegt, zeigt der Blick in die Details.
Wie zufrieden sind die Deutschen mit der Koalition?
Für den ARD-DeutschlandTrend befragte das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap zwischen dem 31. August und dem 2. September 2026 bundesweit 1.319 wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger. Im Zentrum stand unter anderem die Frage, wie die Menschen die Arbeit der schwarz-roten Koalition aus CDU, CSU und SPD bewerten.
Ein Stimmungstief mit langer Vorgeschichte
Schon in den Monaten zuvor hatte die Bundesregierung in der Wählergunst schwach abgeschnitten. Auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil kommen in der aktuellen Befragung nur auf niedrige persönliche Zustimmungswerte. Auffällig ist dabei: Selbst unter Anhängern von CDU/CSU und SPD äußern sich viele enttäuscht über die bisherige Regierungsarbeit.
Der DeutschlandTrend fragt neben der Parteipräferenz regelmäßig auch aktuelle Streitthemen ab. In der September-Erhebung ging es unter anderem um die Bedeutung der Automobilindustrie für die deutsche Wirtschaft sowie um die Einschätzung einer möglichen Bedrohung durch Russland. Mehr als die Hälfte der Befragten sieht die Sicherheit Deutschlands durch Russland gefährdet.
Der wunde Punkt der Koalition
Besonders bemerkenswert ist, dass sich trotz der schlechten Werte im Vergleich zum Vormonat kaum etwas bewegt hat. Die Forscher sprechen von einem anhaltenden Stimmungstief, das sich trotz kleiner Verbesserungen nicht auflöst. Gleichzeitig bleibt eine andere Partei in der sogenannten Sonntagsfrage stabil an der Spitze.
Konkret kommt die AfD in der Sonntagsfrage auf 27 Prozent und bleibt damit stärkste Kraft, einen Punkt weniger als im Vormonat. Die CDU/CSU folgt unverändert mit 21 Prozent, die Grünen liegen ebenfalls unverändert bei 15 Prozent. SPD und Linke legen jeweils leicht zu auf 13 beziehungsweise 12 Prozent, die FDP verharrt bei 4 Prozent. Mit der Arbeit der Koalition sind nur 15 Prozent zufrieden, 84 Prozent äußern sich unzufrieden. Kanzler Merz kommt auf eine persönliche Zustimmung von 13 Prozent, Vizekanzler Klingbeil auf 22 Prozent.
Beim Thema Ukraine-Unterstützung zeigt sich die Bevölkerung gespalten: Rund die Hälfte der Befragten befürwortet die bisherige oder sogar eine ausgeweitete militärische Unterstützung, während etwa 40 Prozent finden, Deutschland gehe dabei bereits zu weit.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Die Koalition aus CDU/CSU und SPD kommt beim ARD-DeutschlandTrend September auf nur 15 Prozent Zustimmung.
- Die AfD bleibt mit 27 Prozent stärkste Kraft in der Sonntagsfrage, verliert aber leicht.
- Kanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil erreichen persönlich niedrige Zustimmungswerte.
- Auch viele Anhänger der Regierungsparteien selbst zeigen sich mit der Koalitionsarbeit unzufrieden.
- Die Befragung beruht auf 1.319 Interviews und bildet damit eine Momentaufnahme, keine Vorhersage künftiger Wahlen.
Der nächste DeutschlandTrend dürfte zeigen, ob sich an der Stimmung etwas ändert oder ob sich das Tief weiter verfestigt.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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