Musik
Rapper Danger Dan spricht erstmals offen über Beziehung zu einem Mann
Zehn Jahre nach einem umstrittenen Musikvideo-Kuss ordnet Danger Dan sein Privatleben selbst neu ein – und verarbeitet dabei auch eine schwere Diagnose.

Von D247 Redaktion ·
Danger Dan gilt als einer der politischsten Stimmen im deutschen Hip-Hop – bekannt für klare Kante gegen Rechtsextremismus und Homophobie in der Szene. Jetzt spricht der 43-Jährige erstmals offen über sein eigenes Liebesleben. In einem Interview verriet der Musiker, was hinter einem Kuss liegt, der schon vor über zehn Jahren für Diskussionen sorgte.
Was hat Danger Dan jetzt öffentlich gemacht?
Der Rapper, mit bürgerlichem Namen Daniel Pongratz, sprach im Interview mit dem „Tagesspiegel“ erstmals über eine vergangene Beziehung zu einem Mann. Seine sexuelle Orientierung ordnet er dabei nicht eindeutig einer Kategorie zu: Er habe sich nie als besonders heterosexuell erlebt, aber auch nicht als schwul oder bisexuell, erklärte er demnach. Wichtig sei ihm vor allem, sich klar an die Seite der queeren Community zu stellen – er zähle sich selbst dazu, nicht nur als Unterstützer von außen.
Was steckt hinter dem Kuss aus dem Jahr 2014?
Bereits 2014 sorgte Danger Dan für Aufsehen, als er im Musikvideo zu seinem Song „Verliebt“ den Musiker Monchi von der Band Feine Sahne Fischfilet küsste. Die Szene löste damals Diskussionen in der Hip-Hop-Szene darüber aus, ob ein solcher Auftritt nötig oder nur Provokation sei. Mit seinem jetzigen Coming-out ordnet Danger Dan diesen Moment aus eigener Perspektive neu ein.
Warum hat er so lange mit der Offenheit gewartet?
Nach eigenen Worten fehlte ihm lange der Mut, über dieses Kapitel seines Lebens zu schreiben. Für sein neues Album hat er nun Songs verfasst, die er sich früher nicht zugetraut hätte – darunter ein Liebeslied über eine Beziehung zu einem Mann. Damit macht er ein Thema zum Songtext, das er zuvor jahrelang privat gehalten hatte.
Welche weitere persönliche Geschichte verarbeitet er im Album?
Neben seiner sexuellen Orientierung thematisiert Danger Dan auf dem neuen Album auch seine fortschreitende Erblindung. Bei ihm wurde Mitte zwanzig die erbliche Augenerkrankung Retinitis pigmentosa festgestellt. Im Alltag ist er inzwischen auf Orientierungshilfen angewiesen, etwa einen mit Leuchtfarbe markierten Klavierhocker, um sich auf der Bühne zurechtzufinden. Ein Song des neuen Albums trägt den Titel „Dass es hier so schön ist“ und behandelt genau diesen Verlust des Augenlichts.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Danger Dan (43, bürgerlich Daniel Pongratz) sprach im „Tagesspiegel“-Interview erstmals über eine Beziehung zu einem Mann.
- Er ordnet sich selbst nicht eindeutig als heterosexuell, schwul oder bisexuell ein.
- Der Kuss mit Monchi im Video zu „Verliebt“ aus dem Jahr 2014 bekommt durch das Coming-out neuen Kontext.
- Sein neues Album enthält erstmals ein Liebeslied über eine Beziehung zu einem Mann.
- Der Song „Dass es hier so schön ist“ thematisiert seine fortschreitende Erblindung durch Retinitis pigmentosa.
Mit dem neuen Album will Danger Dan nach eigenen Angaben offener über Themen sprechen, die er lange für sich behalten hat. Wann genau das Album erscheint, ist bislang nicht bekannt.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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