Unwetterwarnung
Sturmböen und Gewitter: DWD warnt Norden vor ungemütlichem Wochenstart
An den Küsten frischt der Wind kräftig auf, dazu drohen im Norden einzelne kräftige Gewitter. Wo es am heftigsten wird – und wann die Lage sich beruhigt.

Von D247 Redaktion ·
Der Herbst meldet sich im Norden mit Wind und Regen zurück. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet in den kommenden Tagen an den Küsten immer wieder mit stürmischen Böen. Zum Start in die neue Woche kommen einzelne kräftige Gewitter hinzu. Wie stark der Wind wird und wann die Gefahr vorbei ist, zeigt die aktuelle Wochenvorhersage.
Was braut sich über der Nordsee zusammen?
Schon am Donnerstag greift laut DWD erneut eine Kaltfront auf den Nordwesten über. Auf den Nordseeinseln und an der Westküste Schleswig-Holsteins waren für den Nachmittag und Abend vorübergehend stürmische Böen der Stärke 7 bis 8 angekündigt. In der Nacht zum Freitag sind im Nordseeumfeld vereinzelt kurze Gewitter nicht ausgeschlossen.
Am Freitag und Samstag bleibt es an der Nordsee zeitweise stürmisch. Der DWD erwartet Böen der Stärke 8 aus West bis Südwest. Auf dem Brocken im Harz sind sogar einzelne Sturmböen der Stärke 9 möglich. Der Norden liegt am Samstag unter dichten Wolken mit gebietsweise Regen, während die Südhälfte überwiegend sonnig und trocken bleibt.
Warum wird es ausgerechnet Sonntag und Montag heikel?
In der Nacht zum Sonntag verstärkt sich der Regen im Norden und Nordwesten. Am Sonntag selbst bleibt die Wetterlage zweigeteilt: Im Süden steigen die Werte bei Sonnenschein auf 21 bis 27 Grad. In der Nordhälfte dagegen ist es mit 17 bis 22 Grad deutlich kühler, dazu fällt zeitweise Regen, teils als kräftiger Schauer.
Doch dann legt der Wind noch einmal zu. Für Sonntag und Montag hält der DWD an den Küsten stürmische Böen der Stärke 8 für wahrscheinlich, an exponierten Stellen auch Sturmböen der Stärke 9. Der Wind dreht dabei auf West bis Nordwest. Auch auf den Bergen muss mit stürmischen Böen gerechnet werden.
Wie gefährlich werden die Gewitter?
Am Sonntagnachmittag sind im Norden einzelne kräftige Gewitter möglich, am Montag verlagert sich das Risiko in den Nordosten. Dabei können auch stürmische Böen auftreten. In der Nacht zum Montag zieht der Regen nach Süden, im Küstenumfeld bleibt es bei Schauern und kurzen Gewittern. Die Tiefstwerte liegen dann bei 12 bis 6 Grad.
Eine großflächige Unwetterlage zeichnet sich nicht ab. Betroffen sind vor allem die Küsten, die Inseln und exponierte Berglagen. Böen der Stärke 8 entsprechen etwa 62 bis 74 Kilometern pro Stunde, Stärke 9 etwa 75 bis 88 Kilometern pro Stunde. Für Dienstag und Mittwoch erwartet der DWD nach aktuellem Stand keine nennenswerten Wettergefahren mehr.
Das sollten Sie jetzt wissen
- An der Küste und auf den Inseln lose Gegenstände auf Balkon, Terrasse und im Garten sichern.
- Bei Spaziergängen auf Deichen, Molen und in Wäldern auf herabfallende Äste und kräftige Böen achten.
- Wer am Sonntag oder Montag mit dem Boot oder der Fähre unterwegs ist, sollte Hinweise der Reedereien prüfen.
- Bei Gewittern Schutz in Gebäuden oder im Auto suchen, nicht unter einzelnen Bäumen.
- Aktuelle, regional genaue Warnungen liefern der DWD und seine Warn-App.
Ab Dienstag setzt sich nach der DWD-Prognose ruhigeres Wetter mit viel Sonne durch. Wie stark die Böen am Sonntag tatsächlich ausfallen, konkretisiert der Wetterdienst mit seinen kurzfristigen Warnungen.
Quellen
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