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Solarstrom 2026: Rekordmenge bringt Netzbetreibern ein teures Problem
Deutsche Solaranlagen haben 2026 schon jetzt mehr Strom geliefert als im ganzen Vorjahr. Der Rekord hat aber auch eine teure Kehrseite für die Netzbetreiber.

Von D247 Redaktion ·
Deutsche Solaranlagen haben 2026 schon jetzt mehr Strom geliefert als im kompletten Vorjahr. Millionen Hausbesitzer mit eigener Photovoltaik-Anlage profitieren von einem ungewöhnlich sonnenreichen Jahr. Doch der Rekord hat für Netzbetreiber eine teure Kehrseite.
Wie kam es zu diesem Rekord?
Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) meldet auf Basis der Energy-Charts des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) eine historische Bilanz. Grund dafür sind zwei Entwicklungen gleichzeitig: ungewöhnlich viele Sonnenstunden im Jahr 2026 und der anhaltende Zubau neuer Photovoltaik-Anlagen auf Wohn- und Gewerbedächern sowie auf Freiflächen.
Ende August 2026 waren in Deutschland rund 6,3 Millionen Solaranlagen mit einer Gesamtleistung von knapp 130 Gigawatt in Betrieb. Jede zusätzliche Anlage trägt bei viel Sonne unmittelbar zur Stromproduktion bei.
Wie groß ist der Zubau wirklich?
Der Ausbau läuft seit Jahren auf hohem Niveau. Neue Dachanlagen bei Einfamilienhäusern, große Gewerbedächer und Solarparks auf freien Flächen kommen kontinuierlich hinzu. In Kombination mit dem sonnigen Wetter summiert sich das zu einer Strommenge, die frühere Jahre klar übertrifft.
Für Verbraucher mit eigener Anlage bedeutet das mehr eigenerzeugten Strom und geringere Stromkosten. Wer selbst Solarstrom nutzt oder einen Batteriespeicher besitzt, kann von der Rekordmenge an sonnigen Tagen besonders profitieren. Für das Gesamtsystem bringt die Menge an Sonnenstrom aber auch neue Herausforderungen mit sich.
Welches Problem bringt der Rekord mit sich?
Wenn an sonnigen Tagen sehr viel Solarstrom gleichzeitig ins Netz fließt, übersteigt das Angebot zeitweise die Nachfrage. Die Folge sind negative Strompreise an der Strombörse: Am 1. Mai 2026 fiel der Preis am Epex-Spot-Markt zeitweise auf minus 499 Euro je Megawattstunde, den bisher niedrigsten je gehandelten Wert. Von Januar bis Mai 2026 lag der Preis bereits 242 Stunden lang unter null Cent je Kilowattstunde.
Grund dafür ist, dass der Ausbau von Stromnetzen und Speichern mit dem Zubau der Solaranlagen nicht Schritt hält. Die Bundesnetzagentur rechnet für 2026 mit Kosten von rund vier Milliarden Euro allein für das sogenannte Engpassmanagement, mit dem Netzbetreiber überlastete Leitungen entlasten.
So hoch fällt der Rekord tatsächlich aus
Bis zum 27. September 2026 erzeugten deutsche Solaranlagen 90,2 Terawattstunden Strom. Damit ist die gesamte Solarstromproduktion des Jahres 2025 mit 90,0 Terawattstunden bereits nach neun Monaten übertroffen – und das Jahr ist noch nicht vorbei.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Der Rekord kam durch viele Sonnenstunden und den weiteren Ausbau der Photovoltaik zustande.
- Rund 6,3 Millionen Solaranlagen mit knapp 130 Gigawatt Leistung sind aktuell in Deutschland installiert.
- Negative Strompreise entstehen, wenn zu viel Solarstrom gleichzeitig ins Netz drängt.
- Die Bundesnetzagentur kalkuliert für 2026 rund vier Milliarden Euro Kosten für das Engpassmanagement der Netze.
- Batteriespeicher gelten als wichtiger Baustein, um überschüssigen Solarstrom für sonnenarme Stunden zu speichern.
Wie sich die Situation entwickelt, hängt maßgeblich vom Tempo des Netz- und Speicherausbaus ab. Bis zum Jahresende dürfte die Solarstrommenge 2026 noch weiter steigen.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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