Arbeitsmarkt
Autozulieferer Weber in Magdeburg: So viele Jobs bedroht Porsches Rückzug
Porsche zieht seine Aufträge aus dem Magdeburger Weber-Werk ab. Zum 1. Oktober soll ein Insolvenzverfahren beginnen, 140 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.

Von D247 Redaktion ·
Für rund 140 Beschäftigte eines Autozulieferers in Magdeburg beginnt heute ein Bangen um ihre berufliche Zukunft. Ihr Werk hängt an einem einzigen großen Kunden – und der zieht sich gerade zurück. Wie es für die Belegschaft jetzt weitergeht, ist offen.
Was ist bei dem Zulieferer in Magdeburg los?
Betroffen ist das Werk der Albert Weber GmbH in Magdeburg, einem Automobilzulieferer mit Hauptsitz im baden-württembergischen Markdorf. Der wichtigste Kunde des Standorts, der Sportwagenhersteller Porsche, hatte angekündigt, bis Ende September alle Aufträge aus Magdeburg abzuziehen. Für die Belegschaft am Standort war damit klar: Ohne den Großkunden fehlt dem Werk die wirtschaftliche Grundlage.
Nach Angaben der IG Metall soll nun zum 1. Oktober ein Insolvenzverfahren für den Standort eingeleitet werden. Betroffen sind nicht nur die 140 Arbeitsplätze in Magdeburg, sondern auch die Weber-Werke im baden-württembergischen Markdorf und Neuenbürg.
Eine Branche unter Druck in Sachsen-Anhalt
Der Fall Weber steht nicht allein. In den vergangenen Monaten gerieten in Sachsen-Anhalt bereits mehrere Autozulieferer in wirtschaftliche Not, darunter Boryszew in Gardelegen, Bohai Automotive sowie die Schlote Group aus dem Harz. Die Branche kämpft mit dem Strukturwandel weg vom Verbrennungsmotor hin zu Elektroantrieben, zugleich sparen große Autobauer bei ihren Zulieferern, wenn Modelle auslaufen oder Stückzahlen sinken.
Für das Magdeburger Werk ist es nicht die erste Krise. Bereits 2004 stand der Standort vor dem Aus, konnte aber nach einem rund zweimonatigen Protest der Belegschaft gerettet werden.
Der Streitpunkt: Kampf um den Erhalt des Werks
Die IG Metall kündigte an, die drohende Schließung nicht widerstandslos hinzunehmen. Die Beschäftigten hätten über Jahrzehnte hinweg zuverlässig gute Arbeit geleistet und zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beigetragen, so der Tenor der Gewerkschaft. Sie fordert, dass sich Unternehmensleitung und mögliche Investoren um eine Zukunft für den Standort bemühen, statt das Werk kampflos aufzugeben.
Ob sich tatsächlich ein Investor findet, der das Werk unabhängig von Porsche fortführt, ist derzeit offen. Für die Beschäftigten bedeutet das: Mit dem heutigen Start des Insolvenzverfahrens beginnt eine Phase, in der ein Insolvenzverwalter nach Lösungen suchen muss, während Porsche als bisheriger Hauptauftraggeber bereits abgesprungen ist.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Betroffen sind 140 Arbeitsplätze am Weber-Standort Magdeburg sowie die Werke in Markdorf und Neuenbürg.
- Auslöser ist der Rückzug von Porsche als bisherigem Hauptkunden des Magdeburger Werks.
- Das Insolvenzverfahren soll zum 1. Oktober eingeleitet werden.
- Die IG Metall kündigt Widerstand an und fordert eine Zukunftslösung für den Standort.
- In der Region sind zuletzt mehrere Autozulieferer in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten.
In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob ein Insolvenzverwalter einen Investor für das Magdeburger Werk findet oder ob der Standort nach mehr als zwei Jahrzehnten endgültig schließt.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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