Arbeitsmarkt
Jobabbau in der Industrie: Das zeigt der neue ifo-Stimmungsindex
Das ifo-Beschäftigungsbarometer ist im September leicht gestiegen. Wir zeigen, welche Branchen trotzdem Stellen streichen und wo neu eingestellt wird.

Von D247 Redaktion ·
Wie sicher sind die Jobs in Deutschland gerade wirklich? Das ifo Institut hat seine monatliche Umfrage unter Personalverantwortlichen ausgewertet – mit einem leicht positiven, aber keineswegs beruhigenden Ergebnis. Millionen Beschäftigte in Industrie und Handel dürfte die Entwicklung in ihrer Branche besonders interessieren.
Was zeigt das aktuelle ifo-Beschäftigungsbarometer?
Das ifo Institut befragt regelmäßig Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen zu ihren Einstellungsplänen und errechnet daraus das sogenannte Beschäftigungsbarometer. Im September 2026 ist der Wert leicht gestiegen: von 94,8 Punkten im August auf nun 95,1 Punkte. Ein Wert unter 100 Punkten zeigt weiterhin an, dass mehr Unternehmen Stellen abbauen als aufbauen wollen.
Welche Branchen bauen Jobs ab, welche stellen ein?
Besonders in der Industrie und im Handel wollen Unternehmen weiterhin Stellen streichen. Die Lage in der Industrie hat sich laut ifo nur minimal verbessert, die Firmen planen insgesamt weiter mit weniger Personal. Auch bei Dienstleistern gibt es gemischte Signale: Einstellungs- und Abbaupläne halten sich hier weitgehend die Waage.
Neue Stellen entstehen vor allem in der Nahrungsmittelindustrie sowie bei Herstellern von Datenverarbeitungsgeräten und elektronischen sowie optischen Produkten. Auch Ingenieurbüros, Kanzleien für Rechts- und Steuerberatung sowie Leiharbeitsfirmen suchen demnach Personal. Das Baugewerbe zeigt sich weitgehend stabil.
Wie deutet das ifo-Institut die Zahlen?
Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen, ordnet die Entwicklung nüchtern ein: Der Arbeitsmarkt stabilisiere sich zwar, eine echte Erholung sei aber noch nicht in Sicht. Der leichte Anstieg des Barometers ist demnach kein Signal für einen bevorstehenden Aufschwung, sondern eher ein Zeichen dafür, dass sich der Abwärtstrend der vergangenen Monate nicht weiter verschärft.
Warum ist das Barometer für Beschäftigte wichtig?
Das Beschäftigungsbarometer gilt als früher Indikator für die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt, da es die tatsächlichen Einstellungspläne der Unternehmen abbildet, bevor sich diese in offiziellen Beschäftigungszahlen niederschlagen. Steigt der Wert über mehrere Monate hinweg deutlich, gilt das oft als Vorbote für mehr offene Stellen. Ein nur leichter Anstieg wie im September deutet dagegen eher auf eine Seitwärtsbewegung hin.
Für Beschäftigte in schwächelnden Branchen wie der Industrie bedeutet das: Vorsicht bleibt angebracht, auch wenn sich die Gesamtlage nicht weiter verschlechtert hat. Wer in einem wachsenden Bereich wie der Nahrungsmittelindustrie oder im IT-nahen Umfeld arbeitet, profitiert dagegen von einer vergleichsweise stabilen Nachfrage nach Fachkräften.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Das ifo-Beschäftigungsbarometer stieg im September 2026 von 94,8 auf 95,1 Punkte.
- Werte unter 100 Punkten bedeuten: Mehr Firmen bauen Stellen ab als auf.
- Industrie und Handel bauen weiter Personal ab, das Baugewerbe bleibt stabil.
- Neue Jobs entstehen vor allem in der Nahrungsmittelbranche und bei Datenverarbeitungsgeräten.
- Laut ifo-Institut stabilisiert sich der Arbeitsmarkt, eine echte Erholung fehlt aber noch.
Das ifo Institut veröffentlicht sein Beschäftigungsbarometer monatlich. Die nächste Erhebung dürfte zeigen, ob sich der leichte Aufwärtstrend im Oktober fortsetzt oder ob die Stimmung in den Unternehmen wieder kippt.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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