Immobilien
Häuserpreise 2026: So unterschiedlich entwickeln sich Städte und Land
Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts zeigen: Beim Immobilienmarkt trennen sich die Wege von Metropolen und anderen Großstädten spürbar.

Von D247 Redaktion ·
Wer eine Immobilie kaufen will, schaut derzeit genau auf den Wohnort. Neue amtliche Zahlen zeigen: Bundesweit ziehen die Preise leicht an. Doch je nach Stadt und Immobilientyp ergibt sich ein sehr unterschiedliches Bild.
Wie haben sich die Preise wirklich entwickelt?
Das Statistische Bundesamt hat seinen Häuserpreisindex für das zweite Quartal 2026 veröffentlicht. Demnach sind die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland im Schnitt um 0,6 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal 2025 gestiegen. Gegenüber dem ersten Quartal 2026 legten die Preise um 0,3 Prozent zu.
Der Index erfasst sowohl Eigentumswohnungen als auch Ein- und Zweifamilienhäuser und bildet damit die amtliche Grundlage für die Preisentwicklung am deutschen Wohnimmobilienmarkt.
Metropolen entwickeln sich anders als der Rest
Besonders auffällig ist der Unterschied zwischen den sieben größten deutschen Metropolen, also Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf, und anderen kreisfreien Großstädten.
In den Metropolen gaben die Preise für Eigentumswohnungen sowohl im Vergleich zum Vorjahresquartal (minus 0,4 Prozent) als auch zum Vorquartal (minus 0,5 Prozent) leicht nach. In den kreisfreien Großstädten außerhalb der Metropolen zogen die Preise für Eigentumswohnungen dagegen deutlich an: plus 2,0 Prozent zum Vorjahresquartal und plus 0,5 Prozent zum Vorquartal.
Häuser laufen anders als Wohnungen
Noch komplizierter wird das Bild bei Ein- und Zweifamilienhäusern. In den Metropolen stiegen deren Preise zum Vorjahresquartal um 0,7 Prozent, sanken aber zum direkten Vorquartal um 0,6 Prozent. Käufer und Verkäufer erleben in derselben Stadt je nach Immobilientyp also gegenläufige Trends.
Hinzu kommt eine Korrektur: Das Statistische Bundesamt revidierte den vorläufigen Wert für das erste Quartal 2026 nachträglich um 0,2 Prozentpunkte nach unten, von plus 1,4 Prozent auf plus 1,2 Prozent zum Vorjahresquartal.
Was die Zahlen für Käufer und Verkäufer bedeuten
Unterm Strich zeigt der Index für das zweite Quartal 2026: Von einem bundesweit einheitlichen Immobilienmarkt kann keine Rede sein. Wer in einer Metropole eine Eigentumswohnung sucht, trifft aktuell auf leicht sinkende Preise. Wer es in eine mittelgroße Großstadt zieht, muss dagegen mit spürbar steigenden Preisen rechnen.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Vergleichen Sie bei einer Kaufentscheidung nicht nur den Bundesdurchschnitt, sondern gezielt die Preisentwicklung Ihrer konkreten Stadt und Immobilienart.
- In den sieben Metropolen sind Eigentumswohnungen aktuell leicht günstiger geworden, Häuser dagegen im Jahresvergleich teurer.
- Kreisfreie Großstädte außerhalb der Top-7-Metropolen verzeichnen derzeit die stärksten Preissteigerungen bei Eigentumswohnungen.
- Amtliche Quartalswerte werden regelmäßig nachträglich revidiert, ein erster gemeldeter Wert muss also nicht endgültig sein.
- Wer eine Finanzierung plant, sollte aktuelle Regionaldaten mit den eigenen Bauzinsangeboten der Bank gegenrechnen.
Die Zahlen für das dritte Quartal 2026 will das Statistische Bundesamt turnusgemäß Ende Dezember veröffentlichen. Erst dann zeigt sich, ob sich der Trend aus dem Sommer fortsetzt.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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