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Immobilien

Mietfrust in Großstädten: Warum jeder Zehnte deshalb den Job wechselt

Eine PwC-Befragung zeigt, wie stark hohe Mieten in deutschen Großstädten inzwischen den Arbeitsmarkt belasten.

Symbolbild: Wohnhausfassade in einer deutschen Großstadt am Abend
Symbolbild (KI-generiert)

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Hohe Mieten treiben in deutschen Großstädten längst nicht mehr nur die Wohnkosten in die Höhe. Eine aktuelle Befragung von rund 4.000 Berufstätigen zeigt, wie stark das Thema inzwischen auch den Arbeitsmarkt belastet. Wie viele Beschäftigte deswegen sogar ihren Job wechseln, überrascht selbst Branchenkenner.

Warum wechselt jeder Zehnte deshalb den Job?

Für die Untersuchung des Beratungsunternehmens PwC wurden Erwerbstätige zwischen 18 und 65 Jahren in zwölf deutschen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern befragt, darunter Berlin, Hamburg, München, Köln und Frankfurt. Das Ergebnis: Zwei Drittel der Teilnehmer sind mit der Lage auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt in ihrer Stadt unzufrieden.

Rund neun von zehn Berufstätigen halten es mittlerweile für reine Glückssache, in ihrer Stadt eine bezahlbare Wohnung zu finden. Besonders auffällig: Insgesamt hat bereits jede zehnte befragte Person den Arbeitsplatz gewechselt, weil die Miete am bisherigen Wohnort zu hoch wurde.

Wen die Wohnungsnot besonders trifft

Bei jüngeren Beschäftigten fällt der Effekt noch deutlicher aus. Unter den 18- bis 34-Jährigen hat nach eigenen Angaben bereits fast jede fünfte Person schon einmal aus Mietgründen den Arbeitgeber gewechselt. Für Unternehmen wird das zunehmend zum handfesten Problem bei der Personalsuche.

82 Prozent der Befragten geben an, dass die aktuelle Wohnungs- und Mietsituation es Firmen in Großstädten erschwert, freie Stellen zu besetzen und Fachkräfte zu halten. Damit bestätigt die Erhebung einen Trend, den PwC bereits in den Vorjahren beobachtet hatte.

Der Streitpunkt: Wer soll die Lösung finanzieren?

Uneinigkeit herrscht darüber, wer die Folgen der hohen Mieten abfedern soll. Aus Sicht der Beschäftigten liegt die Verantwortung zu einem großen Teil bei den Arbeitgebern. Aus Unternehmenssicht wiederum sind steigende Zusatzkosten für Wohnzuschüsse oder Firmenwohnungen angesichts ohnehin hoher Lohnnebenkosten schwer zu stemmen, gerade in wirtschaftlich angespannten Branchen.

Was Beschäftigte sich konkret wünschen, zeigt die Befragung ebenfalls: 83 Prozent sprechen sich für einen Mietzuschuss durch den Arbeitgeber aus. 80 Prozent würden es begrüßen, wenn Unternehmen die Fahrtkosten zwischen Wohnort und Arbeitsplatz übernehmen. Ebenfalls 80 Prozent wären offen dafür, dass ihr Arbeitgeber ihnen eine Firmenwohnung zur Verfügung stellt.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • Zwei Drittel der Berufstätigen in deutschen Großstädten sind mit dem Wohnungsmarkt unzufrieden.
  • Jeder Zehnte hat bereits aus Mietgründen den Job gewechselt, bei den 18- bis 34-Jährigen fast jeder Fünfte.
  • 82 Prozent sehen dadurch Probleme bei der Fachkräftesuche der Unternehmen.
  • 83 Prozent wünschen sich einen Mietzuschuss vom Arbeitgeber, 80 Prozent eine Übernahme der Fahrtkosten.
  • Auch Firmenwohnungen gelten für viele Beschäftigte als attraktive Lösung.

Wie stark einzelne Arbeitgeber tatsächlich auf diese Wünsche eingehen, dürfte sich erst in den kommenden Tarif- und Gehaltsrunden zeigen. Beobachter erwarten, dass das Thema Wohnkosten bei der Fachkräftegewinnung weiter an Bedeutung gewinnt.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.