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Immobilien

Wohnungsbau im Aufwind: So viele neue Baugenehmigungen gab es zuletzt

Die Zahl der genehmigten Wohnungen ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Ob das schon die Trendwende für den Immobilienmarkt bedeutet, zeigen die Zahlen im Detail.

Neubau von Wohnungen mit Baukränen im Hintergrund
Symbolbild (KI-generiert)

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Bauämter in Deutschland haben in diesem Jahr deutlich mehr Wohnungen genehmigt als im Vorjahr. Für Mieter und Käufer stellt sich damit die Frage, ob die Wohnungsnot in den Städten bald spürbar nachlässt. Wie groß der Anstieg wirklich ausfällt, zeigt der Blick auf die Statistik des Bundesamts.

Wie stark sind die Baugenehmigungen gestiegen?

Im ersten Halbjahr erteilten die Bauämter in Deutschland Genehmigungen für rund 126.300 Wohnungen. Das sind 15,1 Prozent beziehungsweise 16.600 Wohnungen mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Es ist laut Statistischem Bundesamt der stärkste Halbjahres-Anstieg bei den Baugenehmigungen seit 2016.

Besonders deutlich fiel das Plus bei Zweifamilienhäusern aus, hier stieg die Zahl der Genehmigungen um 27,3 Prozent auf 7.700 Wohnungen. Bei Einfamilienhäusern waren es 24.000 Genehmigungen, ein Zuwachs von 12,7 Prozent. Bei Mehrfamilienhäusern kletterte die Zahl auf 67.000 Wohnungen und damit um 16,9 Prozent.

Der Hintergrund: Woher kommt der Anstieg?

Zwischen 2022 und 2024 war die Zahl der Baugenehmigungen infolge gestiegener Baukosten, höherer Zinsen und regulatorischer Unsicherheiten fortlaufend gesunken. Die Bauwirtschaft hatte deshalb wiederholt vor einer Wohnungskrise gewarnt, weil zu wenige neue Wohnungen entstehen, um den Bedarf in wachsenden Städten zu decken. Vor allem in Ballungsräumen wie München, Berlin oder Frankfurt hatte sich dadurch die Suche nach bezahlbarem Wohnraum zusätzlich verschärft.

Der aktuelle Anstieg fällt allerdings von einem sehr niedrigen Ausgangsniveau aus. Im ersten Halbjahr 2024 wurden lediglich 106.700 Wohnungen genehmigt, im ersten Halbjahr 2025 waren es 109.800. Vergleichbar niedrige Werte gab es zuletzt im ersten Halbjahr 2011. Erst der Vergleich mit diesen schwachen Vorjahren macht deutlich, wie groß der Nachholbedarf tatsächlich ist.

Der Streitpunkt: Genehmigt ist nicht gebaut

Branchenverbände dämpfen trotz der positiven Zahlen die Erwartungen. Sie verweisen darauf, dass eine erteilte Baugenehmigung noch keine Garantie für den tatsächlichen Bau ist. Hohe Stornierungsquoten bei bereits genehmigten Projekten zeigen, dass viele Bauherren wegen weiterhin hoher Finanzierungskosten zögern, ihre Vorhaben tatsächlich umzusetzen.

Ob aus dem Genehmigungsplus tatsächlich mehr fertige Wohnungen werden, entscheidet sich deshalb erst in den kommenden zwei bis drei Jahren. Bis eine Baugenehmigung zu einem bezugsfertigen Gebäude wird, vergehen in der Regel mehrere Jahre Planungs- und Bauzeit. Kurzfristig dürfte sich die Lage auf dem Wohnungsmarkt daher kaum entspannen.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • Im ersten Halbjahr 2026 wurden 126.300 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 15,1 Prozent.
  • Das ist der stärkste Halbjahres-Anstieg seit 2016.
  • Der Zuwachs startet von einem historisch niedrigen Niveau der Vorjahre.
  • Genehmigte Wohnungen werden nicht automatisch auch gebaut.
  • Bis zum Bezug vergehen in der Regel mehrere Jahre.

Die endgültigen Zahlen für das zweite Halbjahr will das Statistische Bundesamt in den kommenden Monaten veröffentlichen. Erst dann zeigt sich, ob sich der Trend fortsetzt.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.