Job & Karriere
Jobreport 2026: So stark steigen die Gehälter trotz weniger Stellen
2025 gab es 8,6 Prozent weniger Stellenanzeigen in Deutschland – trotzdem stiegen die Gehälter. Eine Branche zahlt besonders gut.

Von D247 Redaktion ·
Auf dem deutschen Arbeitsmarkt wurden 2025 deutlich weniger Stellen ausgeschrieben als im Jahr zuvor. Trotzdem sind die Gehälter in fast allen Berufsgruppen weiter gestiegen. Wie stark Beschäftigte im Schnitt profitierten und welche Branche mit Abstand am besten zahlt, zeigt eine neue Auswertung.
Wie stark ist der Stellenmarkt geschrumpft?
Für den Job- und Gehaltsreport 2026 wertete das Bildungsunternehmen WBS TRAINING gemeinsam mit dem Datendienstleister index Research Stellenanzeigen aus dem Jahr 2025 aus. Grundlage waren rund 967.000 Firmen-Webseiten sowie etwa 400 Online-Jobbörsen und Printmedien.
Das Ergebnis: 2025 wurden rund 10,2 Millionen Stellen von etwa 622.700 Unternehmen ausgeschrieben. Das sind 8,6 Prozent weniger Anzeigen als im Vorjahr, rechnerisch fast eine Million Stellenausschreibungen weniger.
Warum steigen die Gehälter trotzdem?
Obwohl weniger Stellen ausgeschrieben wurden, legten die Gehälter in fast allen Berufsgruppen zu. Im Schnitt stiegen die Löhne um rund 5 Prozent. Am stärksten profitierten Fachkräfte mit klassischer Berufsausbildung: Hier lag das Plus bei rund 7 Prozent.
Am meisten Stellen wurden weiterhin in klassischen Mangelbereichen ausgeschrieben. Bauwesen, Handwerk und Umweltberufe kamen zusammen auf 2,3 Millionen Anzeigen und damit auf einen Anteil von 22,2 Prozent. Technische Berufe folgten mit 1,7 Millionen Anzeigen, Gesundheit, Medizin und Soziales mit 1,5 Millionen.
Welche Branche zahlt am besten?
Bei den Durchschnittsgehältern liegt die IT- und Telekommunikationsbranche klar vorn. Hier verdienten Beschäftigte 2025 im Schnitt 69.378 Euro brutto im Jahr. Dahinter folgen Finanz- und Rechnungswesen mit 52.373 Euro sowie das Personalwesen mit 49.883 Euro.
Regional zeigt sich ein deutliches Übergewicht: Nordrhein-Westfalen war mit 19,5 Prozent aller Stellenausschreibungen das Bundesland mit dem größten Anteil am gesamten Stellenmarkt.
Was bedeutet der Rückgang für Bewerber?
Weniger Anzeigen heißen nicht automatisch schlechtere Chancen für jeden Einzelnen. Gerade in Mangelberufen wie Handwerk, Technik und Pflege bleibt die Nachfrage nach Fachkräften hoch, was sich auch in den steigenden Gehältern zeigt. In Branchen mit rückläufigem Bedarf könnte der Wettbewerb um freie Stellen dagegen zunehmen.
Das sollten Sie jetzt wissen
- 2025 wurden rund 10,2 Millionen Stellen ausgeschrieben, 8,6 Prozent weniger als im Vorjahr.
- Die Gehälter stiegen dennoch im Schnitt um rund 5 Prozent, bei ausgebildeten Fachkräften sogar um 7 Prozent.
- Am besten bezahlt ist die IT- und Telekommunikationsbranche mit durchschnittlich 69.378 Euro brutto im Jahr.
- Bauwesen, Handwerk und technische Berufe bieten weiterhin die meisten offenen Stellen.
- Nordrhein-Westfalen führt bei der Zahl der Stellenausschreibungen vor anderen Bundesländern.
Ob sich der Rückgang bei den Ausschreibungen 2026 fortsetzt, dürfte sich erst mit den Daten für das laufende Jahr zeigen.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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