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Unternehmen

Autozulieferer insolvent: Diese 152 Jobs stehen jetzt auf der Kippe

Bei der Julius Schüle Druckguss GmbH in Schwäbisch Gmünd stehen 152 Jobs auf der Kippe. Was hinter der Insolvenz in Eigenverwaltung steckt.

Produktionshalle einer Aluminium-Druckgussfabrik mit Maschinen
Symbolbild (KI-generiert)

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In Schwäbisch Gmünd bangen Beschäftigte eines traditionsreichen Autozulieferers um ihre Zukunft. Die Julius Schüle Druckguss GmbH hat einen Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt, 152 Arbeitsplätze am Stammsitz stehen auf dem Spiel. Wie es für die Belegschaft weitergeht, entscheidet sich in den kommenden Wochen.

Was ist bei Schüle Druckguss passiert?

Das Amtsgericht Aalen hat für das Unternehmen ein Schutzschirmverfahren angeordnet, das seit dem 18. September 2026 läuft. Die Geschäftsführung bleibt dabei im Amt. Von den rund 680 Beschäftigten der Firmengruppe arbeiten 152 am Stammsitz in Schwäbisch Gmünd. Schüle stellt dort Aluminiumdruckgussteile für die Automobilindustrie her, dazu Komponenten für Heizungssysteme und seit 2025 auch für die Medizintechnik.

Warum trifft es das Traditionsunternehmen?

Die 1951 gegründete Firma ist familiengeführt und erzielte 2025 einen Umsatz von rund 110,9 Millionen Euro. Trotzdem schreibt sie seit Jahren rote Zahlen: 2023 stand ein Verlust von 4,8 Millionen Euro zu Buche, 2024 verdoppelte sich das Minus auf 9,6 Millionen Euro. Als Gründe nennt das Unternehmen den Wettbewerbsdruck aus Niedriglohnländern, Marktüberkapazitäten sowie rückläufige Absatzmengen und Margen in der Automobilbranche.

Wer entscheidet jetzt über die Zukunft der Belegschaft?

Als Generalbevollmächtigter begleitet Rechtsanwalt Martin Mucha von der Stuttgarter Kanzlei Grub Brugger das Verfahren, zusätzlich hat das Gericht einen Sachwalter bestellt. Die Auslandsstandorte in Poprad (Slowakei) und Świebodzice (Polen) sind von dem Verfahren nicht betroffen und laufen unverändert weiter.

Schüle ist kein Einzelfall. Nach Angaben der Wirtschaftsauskunftei CRIF galten im September 2026 bundesweit rund 322.890 Unternehmen als insolvenzgefährdet, ein Anstieg von 1,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders häufig trifft es dabei Automobilzulieferer, den Möbelhandel und den übrigen Einzelhandel. Allein im Maschinen- und Anlagenbau wurden bis September 2026 bereits 89 eröffnete Firmeninsolvenzen gezählt und damit mehr als im gesamten Jahr 2025 mit 87 Fällen.

Für die Beschäftigten in Schwäbisch Gmünd bedeutet das zunächst Entwarnung bei der Bezahlung: Der Geschäftsbetrieb soll uneingeschränkt fortgesetzt werden, die Löhne sind bis Ende November über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit gesichert. Parallel dazu sucht das Unternehmen zeitnah nach einem Investor, der eine Restrukturierung tragen kann.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • 152 von rund 680 Beschäftigten der Schüle-Gruppe arbeiten am betroffenen Stammsitz Schwäbisch Gmünd.
  • Das Schutzschirmverfahren läuft seit dem 18. September 2026 unter Aufsicht des Amtsgerichts Aalen.
  • Die Löhne sind bis Ende November über Insolvenzgeld abgesichert.
  • Die Auslandswerke in Polen und der Slowakei sind vom Verfahren nicht betroffen.
  • Betroffene sollten sich bei Unsicherheiten frühzeitig an den Betriebsrat oder die Agentur für Arbeit wenden.

Ob sich ein Investor findet und wie viele der 152 Stellen am Ende erhalten bleiben, wird sich erst in den kommenden Wochen zeigen.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.