Connect with us

Unternehmen

Autozulieferer Köster streicht 90 Stellen: Das bedeutet der Insolvenzplan für Medebach

Der Maschinenbauer Paul Köster aus dem sauerländischen Medebach baut im laufenden Insolvenzverfahren 90 von 320 Stellen ab. Grund ist der starke Auftragsrückgang aus der Autoindustrie.

Industriehalle mit Spezialmaschinen für Montage- und Dichtheitsprüftechnik
Symbolbild (KI-generiert)

Von ·

Der Maschinenbauer Paul Köster GmbH aus Medebach im Hochsauerlandkreis streicht 90 der rund 320 Arbeitsplätze. Das Unternehmen hat seine Belegschaft darüber informiert, wie der Sender Radio Sauerland berichtet. 212 Stellen sollen erhalten bleiben, alle laufenden Ausbildungsverhältnisse werden fortgesetzt.

Was ist passiert?

Der 1907 gegründete Familienbetrieb hatte im Juni 2026 ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt. Am 1. September 2026 wurde das Verfahren eröffnet, ein Sachwalter wacht seither über die Fortführung des Geschäfts. Die Kanzlei Kebekus aus Düsseldorf begleitet die Restrukturierung.

Als Grund nennt das Unternehmen einen starken Auftragsrückgang aus der Automobilindustrie, gestiegene Kosten und zunehmenden Preisdruck. Mehrere langjährige Kunden von Köster meldeten in den vergangenen zwei Jahren selbst Insolvenz an, was die Lage zusätzlich verschärfte. Köster stellt Spezialmaschinen für Dichtheitsprüfung, Montagetechnik und Automatisierung her, die unter anderem in der Autoindustrie eingesetzt werden.

Was bedeutet das für die Betroffenen?

  • 90 Arbeitsplätze fallen weg, 212 bleiben erhalten.
  • Für die vom Abbau betroffenen Beschäftigten soll eine Transfergesellschaft Weiterbildung und Unterstützung bei der Jobsuche anbieten.
  • Die Gehälter der rund 320 Mitarbeiter sind zunächst über das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit abgesichert.
  • Laufende Ausbildungsverhältnisse werden fortgeführt.

Was passiert als Nächstes?

Das Unternehmen rechnet nach eigenen Angaben auch in den kommenden Jahren mit deutlich weniger Umsatz als in der Vergangenheit. In den kommenden Wochen soll ein Insolvenzplan vorgestellt werden. Ziel ist es, das Verfahren bis Januar 2027 abzuschließen und den Standort Medebach sowie möglichst viele der verbleibenden Arbeitsplätze zu sichern.

Der Fall reiht sich in eine Serie von Insolvenzen bei deutschen Autozulieferern ein, die unter dem Auftragsrückgang der Branche leiden.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.

Weitere Insolvenzen bei Autozulieferern: Autozulieferer Weber in Magdeburg, ein weiterer insolventer Autozulieferer und Autozulieferer Voit. Zur aktuellen Lage der Branche auch: Chemiewerk Leuna vor dem Aus und Galeria-Insolvenz.