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BioNTech schließt Werke: So viele Jobs stehen jetzt auf dem Spiel

Der Mainzer Impfstoffhersteller plant Werksschließungen in Deutschland und Singapur. Bis Ende September soll die Entscheidung fallen.

Außenansicht eines modernen Pharma-Produktionsgebäudes
Symbolbild (KI-generiert)

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Beim Mainzer Pharmakonzern BioNTech stehen tiefe Einschnitte bevor. Das Unternehmen, das mit seinem Corona-Impfstoff weltbekannt wurde, plant die Schließung mehrerer Produktionsstandorte in Deutschland. Wie viele Arbeitsplätze am Ende wirklich wegfallen, ist noch nicht endgültig entschieden.

Welche Standorte trifft es?

Nach übereinstimmenden Berichten mehrerer Wirtschaftsmedien verhandelt BioNTech vertraulich mit möglichen Käufern für seine Werke in Marburg, Idar-Oberstein und Tübingen. Sollten sich keine Abnehmer finden, drohen den Standorten die Schließung. Auch der Produktionsstandort in Singapur soll demnach im ersten Quartal 2027 vom Netz gehen.

Insgesamt stehen bis zu 1.860 Stellen zur Disposition. Allein am Standort Marburg sind rund 540 Arbeitsplätze betroffen, in Idar-Oberstein etwa 440. In Singapur geht es um rund 60 Stellen, der Rest verteilt sich auf die übrigen Standorte.

Warum baut BioNTech seine Impfstoffproduktion ab?

Der Hintergrund ist die schwindende Nachfrage nach Corona-Impfstoffen. Die Werke sind nach Unternehmensangaben deutlich unterausgelastet, gleichzeitig drückt der Kostendruck auf die Bilanz. BioNTech hatte die Kapazitäten während der Pandemie massiv ausgebaut, seither ist der Bedarf jedoch eingebrochen.

Das Unternehmen will durch den Umbau nach eigenen Angaben ab 2029 jährlich rund 500 Millionen Euro einsparen. Das frei werdende Geld soll vor allem in die wachsende Onkologie-Sparte fließen, in der BioNTech künftig seinen Schwerpunkt sieht.

Erst während der Corona-Pandemie war BioNTech vom kaum bekannten Mainzer Biotech-Unternehmen zu einem der wertvollsten Pharmakonzerne Europas aufgestiegen. Gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer lieferte das Unternehmen weltweit Hunderte Millionen Dosen seines mRNA-Impfstoffs aus und baute dafür seine Produktionskapazitäten in kurzer Zeit massiv aus. Genau diese Kapazitäten sind es nun, die dem Unternehmen zum Problem werden, weil die Nachfrage nach Auffrischungsimpfungen seit Jahren zurückgeht.

Wie reagieren Beschäftigte und Gewerkschaft?

Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) kritisiert die Pläne scharf und fordert Alternativen zum geplanten Stellenabbau. An den betroffenen Standorten wächst die Sorge um die Zukunft der Belegschaft, während das Unternehmen an seinem Sparkurs festhält.

Ende September 2026 soll nach bisherigen Ankündigungen eine endgültige Entscheidung über die Zukunft der einzelnen Standorte fallen. Bis dahin bleibt offen, ob sich für einzelne Werke doch noch Käufer finden.

Das sollten Sie jetzt wissen

  • Bis zu 1.860 Arbeitsplätze in Deutschland und Singapur stehen zur Debatte.
  • Betroffen sind die Standorte Marburg, Idar-Oberstein, Tübingen und Singapur.
  • BioNTech begründet den Schritt mit Überkapazitäten nach dem Ende des Impfstoffbooms.
  • Die eingesparten Mittel sollen in die Krebsforschung des Unternehmens fließen.
  • Die IG BCE fordert vom Unternehmen Alternativen zum Stellenabbau.

Eine endgültige Entscheidung wird für die kommenden Tage erwartet. Erst dann dürfte klar werden, welche Standorte tatsächlich schließen und wie viele Beschäftigte konkret betroffen sind.

Quellen

Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.