Unternehmen
Deko-Kette Depot vor dem Aus: Was jetzt mit über 700 Jobs passiert
Die insolvente Depot-Betreiberin GDC Deutschland stellt Ende September ihren Geschäftsbetrieb ein. Was das für Beschäftigte und die Marke bedeutet.

Von D247 Redaktion ·
Für die Deko-Kette Depot ist zum zweiten Mal binnen kurzer Zeit Endstation. Die insolvente Betreiberfirma stellt ihren Geschäftsbetrieb zum Monatsende komplett ein. Für rund 730 Beschäftigte bedeutet das den Verlust ihres Arbeitsplatzes, dazu kommen bereits gekündigte Kolleginnen und Kollegen aus dem Sommer.
Wie kam es zum Ende von Depot?
Betreiberin der bundesweit bekannten Deko- und Geschenkartikel-Kette ist die GDC Deutschland GmbH mit Sitz in Großostheim in Unterfranken. Das Unternehmen hatte bereits 2024 ein erstes Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung durchlaufen. Damals schrumpfte das Filialnetz von rund 400 auf deutlich weniger Standorte.
Im Mai 2026 meldete GDC Deutschland erneut Insolvenz in Eigenverwaltung an. Zu diesem Zeitpunkt beschäftigte das Unternehmen noch etwa 1.200 Menschen in 155 Filialen sowie im Onlineshop.
Eine Schließungswelle in mehreren Schritten
Nach der zweiten Insolvenz ging es Schritt für Schritt weiter abwärts. Ende Juni 2026 kündigte die Geschäftsführung die Schließung von 66 Filialen an, Anfang August folgten 30 weitere Standorte. Zuletzt waren noch rund 50 Filialen übrig. Als Gründe für die Krise nennt das Unternehmen steigende Importkosten, den Druck günstiger Online-Konkurrenz aus Asien und eine schwache Konsumnachfrage der Kunden.
Der Punkt, an dem sich nichts mehr retten ließ
Als Grund für das endgültige Ende nennt die Geschäftsführung eine sogenannte Masseunzulänglichkeit: Das verbliebene Vermögen der Firma reicht nicht mehr aus, um alle offenen Verbindlichkeiten zu bedienen. Damit bleibt der Verwaltung keine andere Möglichkeit, als sämtliche noch bestehenden Arbeits- und Mietverträge zu beenden.
Was jetzt mit den Jobs passiert
Zum 30. September 2026 stellt GDC Deutschland den gesamten Geschäftsbetrieb ein. Rund 730 Beschäftigte erhalten damit ihre Kündigung, nachdem bereits Ende Juli rund 350 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Job verloren hatten. Geschäftsführer Christian Gries will die Marke Depot dennoch nicht aufgeben. Er plant, die Markenrechte auf eine neue Gesellschaft zu übertragen und darüber einen deutlich kleineren Handel mit ausgewählten Standorten aufzubauen.
Das sollten Sie jetzt wissen
- Der Geschäftsbetrieb von GDC Deutschland endet zum 30. September 2026 vollständig.
- Rund 730 Beschäftigte verlieren zusätzlich zu den bereits im Juli Gekündigten ihren Job.
- Grund ist eine Masseunzulänglichkeit: Das Vermögen reicht nicht für alle Verbindlichkeiten.
- Betroffene sollten sich frühzeitig arbeitslos melden, um Nachteile beim Arbeitslosengeld zu vermeiden.
- Die Marke Depot soll über eine neue, kleinere Gesellschaft weiterleben.
Ob und wo genau ein Neustart unter neuer Trägerschaft gelingt, dürfte sich in den kommenden Monaten zeigen.
Quellen
Hinweis: Dieser Artikel wurde mithilfe von Künstlicher Intelligenz recherchiert und redaktionell aufbereitet.
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