Unternehmen
RTL und Sky: So viele Jobs fallen nach der Fusion weg
Nach dem Zusammenschluss von RTL Deutschland und Sky steht ein weiterer Stellenabbau fest. Wie viele Beschäftigte betroffen sind und welche Standorte es trifft.

Von D247 Redaktion ·
Die Fusion von RTL Deutschland und dem Pay-TV-Sender Sky hat Folgen für die Belegschaft. Das Unternehmen hat am Donnerstag einen weiteren Stellenabbau angekündigt. Betroffen sind die beiden großen Standorte in Köln und in Unterföhring bei München. Und es ist nicht die erste Sparrunde in kurzer Zeit.
Was wurde den Mitarbeitern mitgeteilt?
Die Beschäftigten wurden am Donnerstag in Köln und Unterföhring informiert. Beide Standorte sollen nach Unternehmensangaben in ähnlichem Umfang betroffen sein. Der größte Teil des Abbaus soll noch in diesem Jahr passieren, abgeschlossen sein soll er bis Ende 2027. Weitere Details sollen die Mitarbeiter in den kommenden Wochen erhalten.
RTL Deutschland hatte Sky Deutschland in diesem Jahr übernommen. Die EU-Kommission hatte den Deal genehmigt. Ziel ist es, die Position im Streaming- und Fernsehmarkt gegenüber internationalen Konkurrenten zu stärken.
Noch im Juli war die Zusammenführung der beiden Häuser gefeiert worden. Entsprechend groß ist nun die Ernüchterung. Aus Unterföhring berichtet das Branchenportal DWDL von einer Mischung aus Wut und Verzweiflung unter Beschäftigten. In Köln seien die Mitarbeiter Umbauten dagegen eher gewohnt.
250 Millionen Euro im Visier
Hinter dem Abbau steht ein klares Sparziel. Innerhalb von drei Jahren will das Unternehmen jährlich 250 Millionen Euro an Synergien heben. Dafür sollen Kosten für Inhalte und Material optimiert, doppelte Strukturen abgebaut und Zuständigkeiten gebündelt werden. Entscheidungen sollen schneller fallen.
Bertelsmann-Chef Thomas Rabe sieht den Schwerpunkt darin, die Programminvestitionen effizienter einzusetzen. Über RTL, RTL+ und Sky hinweg geht es dabei um Investitionen in Inhalte von jährlich 2,5 Milliarden Euro.
Die zweite Sparrunde in kurzer Zeit
Was die Nachricht für viele Beschäftigte besonders bitter macht: RTL Deutschland hatte erst Ende 2025 den Abbau von mehr als 600 Stellen angekündigt. Das Programm lief unter dem Namen Shift 2026. Als Gründe nannte der Konzern damals den Wandel im Medienmarkt, die schwache Konjunktur und einen schwachen Werbemarkt im Fernsehen.
Die Zahl, um die es geht
Nun steht fest: Rund 500 weitere Stellen sollen wegfallen. Zusammen mit der ersten Sparrunde summiert sich der Personalabbau damit auf etwa 1.100 Stellen. Das Unternehmen will den Abbau nach eigenen Angaben sozialverträglich und in enger Abstimmung mit den Betriebsräten umsetzen. Auslaufende Verträge sollen nicht verlängert und freie Stellen nicht neu besetzt werden, um Kündigungen möglichst zu vermeiden.
- Umfang: Rund 500 Stellen sollen bis Ende 2027 wegfallen, der Großteil davon 2026.
- Standorte: Köln und Unterföhring sind nach Unternehmensangaben ähnlich stark betroffen.
- Gesamtbilanz: Mit dem Programm Shift 2026 sind es insgesamt etwa 1.100 Stellen.
- Für Beschäftigte: Lassen Sie sich bei Fragen zu Verträgen oder Abfindungen vom Betriebsrat beraten.
- Für Zuschauer: Konkrete Änderungen an Programmen oder Abos wurden mit dem Stellenabbau nicht angekündigt.
In den kommenden Wochen will das Unternehmen die Belegschaft über die Einzelheiten informieren. Dann dürfte klar werden, welche Abteilungen der Abbau am stärksten trifft.
Quellen
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